Glossar

Abschreibungen

Wertverlust auf Aktiven, insbesondere dem Anlagevermögen (Maschinen, Fahrzeugen etc.). man unterscheidet degressive Abschreibungen (anfänglich hoch, dann immer kleiner werdend) und lineare Abschreibungen (sie bleiben über die ganze Laufzeit gleich hoch).

After Sales Marketing

Bemühungen um den Kunden, welche nach dem Kauf erst einsetzen, um den Kunden zum Wiederholungskauf anzuregen.

Agent

Selbständiger Unternehmer, der sich verpflichtet für andere Firmen Geschäfte zu vermitteln oder in deren Auftrag durchzuführen.

Akquisition

Neukundengewinnung, Anzeigenverkauf. Ein schwieriges Geschäft, dessen Erfolg deshalb oft mit Provisionen belohnt wird.

Aktie

Beteiligungsanteil am Kapital einer Aktiengesellschaft. Bei Namenaktien ist der Inhaber der AG bekannt, bei Inhaberaktien bleibt der Aktionär anonym.

Aktiengesellschaft (AG)

Gesellschaftsform. Zusammenschluss von Personen, die gemeinsam das Kapital (mind. CHF 100'000.-) einbringen. Es entsteht eine eigene juristische Person. Die Haftung beschränkt sich auf das Gesellschaftskapital. Die Gesellschafter dürfen anonym bleiben.

Aktionärsbindungsvertrag

Vertrag unter Aktionären zur Regelung des Stimmrechts (v.a. bei Aktienübertragungen, in Pattsituationen oder zur Organbestellung).

Aktiven

Die Vermögenswerte wie Barmittel, Bankguthaben und Anlagen.

Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)

Obligatorische Vorsorgeversicherung für Arbeitnehmer und Selbständige im Hinblick auf Alter oder Todesfall.

Angefangene Arbeiten

Arbeiten an einem Projekt, die sich über den Jahreswechsel hinaus erstrecken und für die noch keine Rechnung gestellt worden sind.

Anlagevermögen

Materielle und immaterielle Güter im Besitz des Unternehmens (z.B. Maschinen, Immobilien, Patente etc.), die mittel- oder langfristig gehalten werden sollen.

Arbeitslosenversicherung (ALV)

Obligatorische Vorsorgeversicherung der Arbeitnehmer für den Fall von Arbeitslosigkeit.

Aufwand

Kosten für Löhne, Miete, Material, Unterhalt etc.

Betreibung

Einforderung von ausstehenden Zahlungen über das Betreibungs- und Konkursamt (am Sitz bzw. Wohnort des Schuldners).

Betriebskalkulation

Berechnung von Mindestumsatz und Mindestpreisen, zu denen das Unternehmen rentabel arbeitet.

Bilanz

Aufstellung aller Aktiven und Passiven (Vermögen und Schulden).

Bilanzdeponierung

Ist ein Unternehmen überschuldet, so muss es seine Bilanz beim zuständigen Konkursrichter hinterlegen.

Bilanzsumme

Das Total der in CHF bewerteten Aktiven. Es muss dem Total der Passiven entsprechen.

Bonität

Ruf bezüglich Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit.

Break-even

Punkt an dem die Gewinnschwelle erreicht wird.

B to B

Business to Business. Geschäftliche Aktionen mit Partnerfirmen, Wiederverkäufern, Unternehmen, etc. Nicht für den Endverbraucher bestimmt.

Buchführungspflicht

Gesetzliche Pflicht von Unternehmen ein Inventar, eine Bilanz und eine Erfolgsrechung zu führen (bei AGs und GmbHs zusätzlich auch einen Jahresbericht). Die Unterlagen müssen 10 Jahre aufbewahrt werden.

Buchhaltung

Aufstellung über alle Zahlungsein- und -ausgänge bzw. alle Debitoren und Kreditoren.

Budget

Planung von Aufwand und Ertrag über das nächste Jahr bzw. die nächsten Jahre.

Bürgschaft

Garantieleistung für die finanzielle Verpflichtungen eines Dritten.

Businessplan

Geschäfts- oder Unternehmensplan. Er gibt Auskunft über die Firma, ihre Ziele, Produkte, Märkte und die Finanzierung.

Cash-flow

Nettoertrag vor Abschreibungen und Steuern.

Corporate Governance

Internes Regelwerk, das korrekte Abläufe und Kontrollen sowie die Unabhängigkeit der Organe eines Unternehmens sicherstellt.

Cross Selling

Nützt bestehende Kundenkontakte zum Ansprechen für (andere) Angebote, zum Beispiel durch die Paketbeilage oder die Empfehlung, die einer Zahlungsbestätigung beigegeben wird.

Crowdfunding

Crowdfunding oder Schwarmfinanzierung ist eine Form der Kapitalbeschaffung. Dabei werden Kleinbeträge von einer grossen Menge (crowd) an Leuten eingesammelt.

Debitoren

Guthaben gegenüber Kunden. Sie entstehen aus Verkäufen und Dienstleistungen, die nicht sofort bar bezahlt werden.

Deckungsbeitrag

Beitrag, den ein Produkt oder eine Dienstleistung nach Abzug der variablen Kosten an die Fixkosten leistet.

Delkredere

Gefährdete Guthaben.

Direct Marketing

Alle Formen der direkten, individuellen Marketingkommunikation zwischen Anbietern und Käufern.

Direkte Steuern

Ertrags- und Kapitalsteuern der Unternehmen. In den meisten Kantonen gehören sie zum Betriebsaufwand.

Direktvertrieb

Spezielle Absatzwegepolitik der Hersteller, wobei der Handel (Gross- und Einzelhandel) ausgelassen und der Endverbraucher direkt via Aussendienstmitarbeiter, über einen Versandhandel, via Internet oder durch Factory Outlets angesprochen wird.

Distribution

Vertrieb. Verteilung von Produkten bzw. Dienstleistungen über die verschiedenen Vertriebskanäle.

Diversifikation

Erweiterung des Produkte oder Dienstleistungsangebots. Man unterscheidet: - horizontale Diversifikation (Erweiterung der Leistungsbreite innerhalb bestehender Marktbereiche); - vertikale Diversifikation (Ausdehnung der Leistungstiefe. Dabei werden entweder vor- - oder nachgelagerte Wirtschaftsstufen zusätzlich einbezogen); - laterale Diversifikation (Eindringen des Anbieters in bisher fremde Marktbereiche).

Dividende

Gewinnausschüttung einer Aktiengesellschaft.

Doppelbesteuerung

Mehrfachbesteuerung der gleichen wirtschaftlichen Leistung, insbesondere von Unternehmensgewinn und Dividende.

Due Diligence

Eingehende Prüfung eines Unternehmens (finanziell, rechtlich, steuerlich, technologisch etc.) meist im Hinblick auf eine Übernahme.

E-Business / E-Commerce

Geschäftstätigkeit über das Internet. Sowohl zwischen Anbieter und Endverbraucher (Business-to-Consumer), als auch zwischen Fabrikant/Grosshändler und Geschäftskunden (Business-to-Business) statt.

Eigenkapital

Die Aktiven einer Firma abzüglich dem Fremdkapital.

Einfache Gesellschaft

Lose Form einer Personengesellschaft. Interessengemeinschaft meist zur gemeinsamen Bewältigung eines befristeten Projekts.

Einstandspreis

Preis zu dem man seine Roh- oder Handelswahren selbst erwerben konnte.

Einzelarbeitsvertrag

Individueller Vertrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber (im Gegensatz zum Gesamtarbeitsvertrag).

Einzelfirma

Firma im Alleineigentum eines Unternehmers. Er haftet mit seinem gesamten Privatvermögen.

Erfolgsrechnung

Aufstellung über Aufwand und Ertrag.

Ertrag

Alle Einnahmen (aus Produktion, Bankguthaben, Vermietung etc.).

Erwerbsersatzordnung (EO)

Vergütung für Militär- und Zivilschutzleistungen.

Event-Marketing

Inszenierung von besonderen Ereignissen (engl. Events) im Rahmen der Unternehmenskommunikation. Ziel ist, durch erlebnisorientierte, firmen- oder produktbezogene Veranstaltungen emotionale und physische Reize bei der Zielgruppe (interne Mitarbeiter, Marktpartner, Kunden) auszulösen.

Factoring

Outsourcing der Rechnungsstellung mitsamt des Delkredererisikos an eine Bank bzw. einen Factor gegen Kommission.

Fixkosten

Kosten, die unabhängig von der Stückzahl bei der Produktion anfallen (für Maschinen, Miete, Management etc.).

Flyer

Kleinere, lose Beilagen (Werbeprospekt, Flugblatt) in einer Sendung, die besondere Aufmerksamkeit erwecken sollen. Häufig auch als Hand-Out (persönliche Handverteilung).

Franchising

Zeitlich und meist auch regional beschränktes Recht, eine Marke und ein erprobtes Geschäft zu nutzen.

Free Cash-flow

Die frei verfügbaren Mittel. Cash-flow (nach Zinsen) bereinigt um effektiv getätigte (oder geplante) Investitionen ins Anlagevermögen und Veränderungen im Nettoumlaufvermögen.

Fringe Benefits

Lohnnebenleistungen wie Firmenauto oder Gratisabonnements, die nicht in bar ausgerichtet werden.

Geistiges Eigentum

Erfindung, Marke, Design, geographische Herkunftsangabe oder Werke der Literatur oder Kunst, die durch das Immaterialgüterrecht geschützt sind.

Gesamtarbeitsvertrag (GAV)

Vertrag zwischen Unternehmen und Mitarbeiterorganisation (meist die Gewerkschaft), der die garantierten Minimalleistungen festhält. Kann vom Bundesrat für ganze Branchen als verbindlich erklärt werden.

Geschäftsjahr

Abrechnungsperiode eines Unternehmens. Muss mit dem Kalenderjahr nicht identisch sein. Das erste Geschäftsjahr darf kürzer oder länger als 12 Monate sein.

Gesellschaftsvertrag

Gründungsvertrag zwischen den Parteien, die sich zu einer Gesellschaft zusammenschliessen.

Gewinn

Ertragsüberschuss (Ertrag minus Aufwand positiv).

Gewinnbeteiligung

Anteile am Jahresgewinn, nach einem festgelegten Schlüssel verteilt. Basis: Zumeist der ausgewiesene Reingewinn.

Gewinnsteuer

Proportionale oder progressive Steuer auf den Reingewinn.

Gläubiger

Person oder Unternehmung, der man etwas schuldet (Kreditor).

GmbH

Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Zusammenschluss von Personen, die gemeinsam das Gesellschaftskapital (mind. CHF 20'000, höchstens 2 Millionen CHF) einbringen. Die Gesellschafter haften mit ihren Stammeinlagen. Ihre Namen werden im Handelsregister publiziert.

Goodwill

Immaterielles Anlagevermögen. Aufpreis für einen Zusatznutzen oder -wert.

Guerilla Marketing

Undogmatisches, z.T. gegen den Trend laufendes Handeln zur Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit; spontane Kommunikationspolitik mit kleinem Budget.

Handelsgesellschaft

Oberbegriff zu KIG, KmG, AG und GmbH.

Handelsregister

Öffentliches Verzeichnis mit den wichtigsten Informationen zu kaufmännischen Unternehmen (Name, Gründungsjahr, Sitz, Zweck, Geschäftsinhaber, Gesellschafter, Verwaltungsräte, Zeichnungsberechtigte, Kapitalverhältnisse, Revisionsstelle).

Hypothek

Darlehen auf eine Immobilie (Gebäude, Land).

Immobilien

Liegenschaften (Gebäude und Grundstücke).

Insolvenz

Zahlungsunfähigkeit.

Insolvenzerklärung

Erklärung zuhanden des Konkursrichters, dass man nicht mehr in der Lage ist, seine Schulden zu bezahlen (Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens).

Interner Zinsfuss

Zins, mit dem das Unternehmen rechnen muss: Höhe des Bankzinses plus (üblicherweise) 3 bis 6 Prozent Risikomarge plus 3 Prozent Gewinn.

Invalidenversicherung (IV)

Obligatorische Versicherung bei Invalidität.

Inventar

Aufstellung aller Vorräte und Anlagen.

Investition

Beteiligung am Gesellschaftskapital bzw. mit Risikocharakter.

Kapital

Geld oder geldwerte Güter.

Kapitalisierungssatz

Angenommener Zinssatz, zu dem Erträge nachhaltig rentieren sollen. Er setzt sich aus dem Zinssatz für risikolose Anlagen zuzüglich einem Risikofaktor (für Unternehmen und Branche) zusammen.

Kapitalsteuer

Kantonale Steuer auf das Aktien- oder Stammkapital sowie die offenen und stillen Reserven.

Kennzahlen

Zahlen und Quotienten, die über den Gesundheitszustand eines Unternehmens Auskunft geben.

Keyword-Targeting

Werbeplatz bzw. Verlinkung in Suchmaschinen, die bei Abfrage vorgegebener Suchbegriffe zu einer bestimmten Web-Site führen

KMU

kleine und mittlere Unternehmen

Kollektivgesellschaft (KIG)

Gesellschaftsform. Zusammenschluss von Privatpersonen, die auch mit ihrem Privatvermögen voll haften.

Kommanditgesellschaft (KmG)

Gesellschaftsform. Zusammenschluss von Privatpersonen, von denen mindestens einer (Komplementär) voll haftet. Daneben braucht es mindestens einen Kommanditär, der bis zu einem festgelegten Höchstbetrag (Kommanditsumme) haftet.

Kommunikationsmix

Die Kombination der kommunikationspolitischen Instrumente (klassische Werbung, Verkaufsförderung, Persönlicher Verkauf, Öffentlichkeitsarbeit).

Konkurs

Gerichtliche Auflösung einer Firma aufgrund ihrer Zahlungsunfähigkeit.

Kontokorrent

Bankkonto, über das der finanzielle Geschäftsverkehr abgewickelt wird.

Kredit

Geld, das man ausleiht; Darlehen (oft auch in variabler Höhe).

Kreditoren

Schulden bei Lieferanten. Sie entstehen aus Käufen, die nicht sofort bezahlt werden.

Label

Marke, unter der ein Unternehmen selbst oder mit seinen Produkten auftritt.

Leasing

Form des Mietkaufs von Maschinen oder Fahrzeugen. Im Gegensatz zu Privaten können Unternehmen die Leasingkosten als Aufwand verbuchen.

Liberierung

Einzahlung des Gesellschaftskapitals.

Liquidierung

Auflösung eines Unternehmens.

Liquidität

Fähigkeit, seinen Zahlungsverpflichtungen kurzfristig nachzukommen.

Lizenz

Bewilligung ein Patent oder ein geschütztes Verfahren bzw. eine geschützte Marke zu nutzen.

Logistik

Die Organisation von Materialeinkauf, Bereitstellung und Vertrieb.

Lombardkredit

Kredit, der über verpfändete Wertpapiere (meist Aktien) abgesichert ist.

Management-Buy-in (MBI)

Übernahme eines Unternehmens durch ein externes Management.

Management-Buy-out (MBO)

Übernahme eines Unternehmens durch das bestehende Management.

Marge

Differenz zwischen den Selbstkosten und den Verkaufskosten.

Marke

Name, Ausdruck, Symbol, Zeichen oder eine Kombination von diesen; wichtigste Werbekonstante eines Unternehmens, die dazu dient, das Produkt- oder Leistungsangebot zu kennzeichnen und von der Konkurrenz abzuheben.

Marketing

Alle Massnahmen zur Absatzförderung. Beinhaltet die Planung und Ausführung von Konzeption, Preisgestaltung, Kommunikation und Distribution von Ideen, Gütern und Dienstleistungen.

Marketingforschung

Forschung über die gesamte zur Absatzgestaltung eines Unternehmens relevanten Informationsprobleme. Enger gefasst auch die Erforschung der Absatzmärkte.

Markt

Alle Konsumenten, die ein Bedürfnis nach, ein Interesse an und die Kaufkraft für ein Produkt oder eine Dienstleistung haben und bereit sind, einen bestimmten Teil ihres Einkommens dafür auszugeben.

Marktnische

Potential in einem Teilmarkt, das durch die vorhandenen Produkte nicht ausgeschöpft ist.

Marktpotential

Alle Personen oder Unternehmen, die als Käufer für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung in Frage kommen.

Marktvolumen

Aufnahmefähigkeit eines definierten Marktes für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung.

Media-Mix

Gleichzeitig oder zeitlich gestaffelter Einsatz verschiedener Medien im Rahmen einer (Werbe-)Aktion aufgrund der Mediaplanung.

Mehrwertsteuer (MWST)

Verbrauchs- bzw. Konsumsteuer des Bundes auf dem inländischen Umsatz und auf importierte Waren bzw. Dienstleistungen.

Merger & Acquisition (M & A)

Kauf, Verkauf bzw. Fusion (Merger) von Unternehmen.

Mobilien

Alle beweglichen Güter (Büroeinrichtungen, EDV-Anlagen, Maschinen, Fahrzeuge etc.).

Nachlassstundung

Überprüfungsphase, in der ein zahlungsunfähiges Unternehmen mit einem gerichtlich bestellten Verwalter noch beweisen kann, dass es langfristig überleben kann.

Nichtbetriebs-Unfallversicherung (NBU)

Freiwillige Zusatzversicherung zur Unfallversicherung.

Obligationenrecht (OR)

Sammlung der Gesetze zum kaufmännischen Handel: Obligation (Verpflichtungen), Vertragsrecht, Handelsgesellschaften, Handelsregister, Wertpapiere.

Organe

Verantwortliche Gremien einer Unternehmung (Generalversammlung, Gesellschafterversammlung, Verwaltungsrat, Geschäftsleitung etc.).

Outsourcing

Langfristige Auslagerung eines Betriebszweigs oder von Aufgaben in eine selbständige Einheit.

Partizipationsschein (PS)

Aktienähnliches Wertpapier. Der PS berechtigt zum Bezug einer Dividende, verfügt aber über kein Stimmrecht.

Patent

Eingetragener Schutz auf eine Erfindung oder ein Verfahren.

Penetration

Englisch für "Durchdringung". Grad oder Anzahl der mit einer (Werbe-) Botschaft erreichten Empfänger im Verhältnis aller möglichen Kontakte.

Pensionskasse

Obligatorische Vorsorgeeinrichtung aufgrund des Beruflichen Vorsorgegesetzes (BV); 2. Säule. Die meisten Betriebe schliessen sich einer Sammelstiftung an. Grössere Unternehmen können für ihre Mitarbeitenden aber auch eine eigene, paritätische Stiftung einrichten.

Person (juristische)

Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit (Aktiengesellschaft oder GmbH).

Personalvorsorge

Gesetzliche und freiwillige Leistungen zugunsten der Mitarbeitenden (Pensionskasse, Taggeldversicherung etc.)

Personengesellschaft

Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft. Die Gesellschafter haften auch mit ihrem Privatvermögen.

POP bzw. POS

Engl. Point of Purchase, Point of Sale. Kauf- bzw. Einkaufsstelle aus der Sicht des Konsumenten, respektive Verkaufsstelle aus der Sicht des Anbieters.

Private Equity

Eigenkapital, das nicht börsenkotierten Unternehmen zur Verfügung gestellt wird.

Privatverbrauch

Die nicht geschäftsnotwendigen privaten Bezüge. Auch bei Einzelfirmen sind Geschäftliches und Privates sauber zu trennen.

Probezeit

Zeit nach der Anstellung, in der Arbeitgeber und Arbeitnehmer prüfen können, ob sie die richtige Wahl getroffen haben. Gemäss OR ein Monat, arbeitsvertraglich maximal 3 Monate. Während der Probezeit kann beiderseits jederzeit auf 7 Tage gekündigt werden.

Produkt-Mix

Gesamtheit aller Produktlinien, die ein bestimmter Anbieter (Hersteller oder Händler) führt. Jeder Produkt-Mix ist gekennzeichnet durch Breite, Tiefe und Konsistenz.

Provision

Anteil an Umsatz oder Gewinn für die Vermittlung oder Abwicklung eines Geschäfts (meist in Prozenten des Betrags).

Public Relations (PR)

Sämtliche Aktivitäten der Selbstdarstellung, die die Beziehungen des Unternehmens gegenüber der Öffentlichkeit positiv beeinflussen sollen.

Quellensteuer

Steuern für ausländische Mitarbeitende, die der Arbeitgeber direkt einbehalten und abführen muss.

Rating

Einstufung der Kreditfähigkeit durch eine Bank oder eine Ratingagentur.

Reichweite

Die Reichweite gibt die Zahl der Personen an, die Kontakt mit einem Werbeträger haben. Bedeutendste quantitative Kontaktzahl und Grundlage der Mediaplanung.

Relaunch

Aktualisierung eines Produkts (Design, Verpackung, Werbung), das bereits auf dem Markt ist.

Rentabilität

Ertragskraft des Unternehmens gemessen an Umsatz oder Kapital.

Reserve (freie)

Gewinn, den die Gesellschaft zur freien Verfügung hat.

Reserven (gesetzliche)

Bei Aktiengesellschaften 5% des Reingewinns bis 20% des Aktienkapitals erreicht sind.

Reserven (offene)

In der Bilanz ausgewiesene gesetzliche und freiwillige Reserven.

Reserven (stille)

Differenz zwischen dem ausgewiesenen und dem effektiven Eigenkapital.

Risikokapital

Eigenkapital, das Investoren Neuunternehmern als Beteiligung am Gesellschaftskapital zur Verfügung stellen.

Risk-Management

Organisatorische Massnahmen zur Verringerung von Risiken und Schäden.

Rücklaufquote (response rate)

Rückantworten in Prozenten eines Werbeaussands.

Rückstellung

Geld, das vorsorglich zur Abdeckung von Risiken beiseite gelegt wird (Garantieleistungen, Rechtsstreitigkeiten, Steuernachforderungen usw.).

Sacheinlage

Sachwerte (Immobilien, Fahrzeuge, Maschinen etc.) als Zahlung ins Aktienkapital.

Saldo

Der momentane Stand eines Kontos (wörtlich "Ausgleich").

SchKG

Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz.

Skonto

Rabatt für vorzeitige Bezahlung (meist 2%).

Sozialleistungen

Obligatorische Vorsorgeleistungen wie AHV/IV/EO sowie weitere, teils freiwillige Personalvorsorge.

Spin-off

Verselbständigung einer Abteilung unter neuen Besitzverhältnissen (meist das ehemalige Abteilungsmanagement).

Sponsoring

Ein Teil der integrierten Unternehmenskommunikation; heute vor allem in den Bereichen Sport, Kultur und Soziales eingesetzt. Der Sponsor setzt Geld- und Sachmittel sowie Know-how in der Erwartung ein, vom Gesponserten eine Gegenleistung zu erhalten.

Stammkapital

Gesellschaftskapital einer GmbH.

Statuten

Verfassung; einer AG oder GmbH, der Zweck, Sitz, Kapitalausstattung und die Rechte der Organe der Gesellschaft festhält.

Stimmrechtsaktien

Aktien mit niedrigem Nennwert zur Sicherung des eigenen Einflusses. Sie müssen voll einbezahlt sein.

Strategisches Marketing

Kennzeichnet im Gegensatz zum operativen Marketing eine langfristig orientierte, ganzheitliche Marketingkonzeption eines Unternehmens, die die Marketing- und Unternehmensziele beinhaltet.

Streuverluste

Entstehen, wenn Werbemittel Empfänger erreichen, die nicht zur anvisierten Zielgruppe gehören.

Suva

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt in Luzern.

Taggeld

Vergütung der Versicherung für Krankheitsausfälle (Krankentaggeld) bzw. für Arbeitslosigkeit (Arbeitslosenversicherung).

Technopark

Unterschiedliche, meist neu gegründete Unternehmen, die unter einem Dach gegenseitig von einander profitieren.

Telemarketing (oder Telefonmarketing)

Systematischer Einsatz des Telefons zum persönlichen Kontakt mit der Zielgruppe (bei Verkauf, Befragung, Terminierung, usw.).

Test

Testmarkt

Regional abgegrenzter Teilmarkt, auf dem Markttests durchgeführt werden.

Thesaurierung

Wiederanlage von Gewinnen im Unternehmen (statt Ausschüttung).

Transitorische Aktiven

Leistungen, die erst im Folgejahr anfallen, für die man aber bereits im ablaufenden Jahr die Rechnung erhalten bzw. bezahlt hat.

Treuhänder

Fachmann mit Fähigkeitsausweis für Buchhaltung und Abschluss.

Umlaufvermögen

Barmittel oder Vermögenswerte, die innerhalb kurzer Zeit zu Geld gemacht werden sollen (Warenlager, angefangene Arbeiten usw.).

Umsatz

Bruttoertrag aus der Betriebstätigkeit.

Unfallversicherung (UVG)

Obligatorische Versicherung der Mitarbeitenden (meist) bei der Suva oder Branchenverbänden.

Unique Selling Proposition (USP)

Zielgrösse des strategischen Marketings. Durch Individualisierungs- und Profilierungsstrategien wird eine Unverwechselbarkeit z.B. eines Produktes, eines Betriebstyps oder eines Erscheinungsbildes angestrebt.

Variable Kosten

Kosten, die von der Anzahl produzierter Güter oder Dienstleistungen abhängen (für Personal, Material, Energie usw.).

Venture Capital

Risikokapital.

Verantwortlichkeitsansprüche

Die Mitglieder des Verwaltungsrates und alle mit der Geschäftsführung oder mit der Liquidation befassten Personen sowie alle mit der Prüfung der Jahresrechnung befassten Personen sind der Gesellschaft als auch den einzelnen Aktionären und Gläubigern für den Schaden verantwortlich, den sie durch Verletzung ihrer Pflichten verursachen.

Verkaufsförderung

Sämtliche Kommunikationsmassnahmen, die dazu dienen, die Nachfrage der Konsumenten und/oder die Effektivität der Händler zu steigern.

Verlust

Aufwandüberschuss (Ertrag minus Aufwand ist negativ).

Verrechnungssteuer

Steuer auf Zinsen, welche die Bank direkt an den Fiskus weiterleitet. Bei ordentlicher Deklaration des Zinsertrags darf man die Verrechnungssteuer zurückfordern.

Vertrieb

Unternehmensteil, der verantwortlich ist, dass die Produkte und Dienstleistungen rechtzeitig am richtigen Ort sind.

Vorsorgeeinrichtung

Pensionskasse aufgrund des Gesetzes über die Berufliche Vorsorge (BVG).

Vorsteuer

Mehrwertsteuer, die das Unternehmen einem Lieferanten bezahlt hat und nun seinerseits wieder geltend machen kann (Vorsteuerabzug).

Werbemittel

Vermittler einer (Werbe-)Botschaft vom Absender (Anbieter) zum Empfänger.

Werbeträger

Kommunikationsmittel oder -kanal der dazu dient, eine Werbebotschaft zu überbringen. Als Werbeträger können sowohl Medien (TV, Print, Radio, Internet) als auch Events, PR, Plakate und andere Kommunikationskanäle fungieren.

Werbewirkung

Das Mass, in welchem Kenntnisse, Reaktionen, Verhalten usw. in der Zielgruppe durch ein Werbemittel beeinflusst bzw. ausgelöst werden.

Wirtschaftsförderung

Kantonale Institutionen die Unternehmen namentlich beim Aufbau im administrativen Verkehr, bei der Ansiedlung oder mit finanziellen Erleichterungen helfen sollen.

Zielgruppe

Marktsegment, auf das ein Produkt oder eine Dienstleistung speziell ausgerichtet ist.

Zivilgesetzbuch (ZGB)

Gesetzessammlung zum Personenrecht (natürlich und juristische Personen), Familien-, Erb- und Sachrecht.

Letzte Änderung 13.10.2015

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