Verschiedene Arten von E-Commerce: B2C, B2B, C2C

E-Commerce gibt es in verschiedenen Varianten, die von einem einfachen Webshop über Dienstleistungsportale bis zu Online-Tauschbörsen reichen. Vor dem eigentlichen Startschuss sollte ein KMU darüber nachdenken, welches Modell am besten zu ihm passt.

Es gibt drei Hauptarten von E-Commerce, die sich hinsichtlich der Kundschaft und der Einnahmequelle unterscheiden: "Business to Consumer", "Business to Business" und "Consumer to Consumer".

E-Commerce "Business to Consumer"

Business to Consumer (B2C) bezeichnet das klassische Online-Geschäft zwischen Unternehmen und Konsumenten, d. h. den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen an Privatkunden über eine Website.

Beim E-Commerce im Sinne von B2C ist der Webshop entweder der einzige Vertriebskanal oder eine virtuelle Ergänzung zu einem realen Ladengeschäft. Das Ziel ist, durch den Online-Verkauf seinen Kundenkreis zu vergrössern und besser wahrgenommen zu werden. Die Einnahmen stammen beim B2C aus den Verkäufen an die Privatkunden.

Beispiele für B2C: leshop.ch, CeDe.ch

Die sogenannten "Privatverkauf"-Websites bilden eine Unterkategorie des B2C. Ihr Prinzip besteht darin, für einen begrenzten Zeitraum starke Ermässigungen auf bestimmte Produkte anzubieten. In der Regel müssen sich die Nutzer als Mitglied registrieren lassen, bevor sie die Angebote einsehen können.

Beispiele für "Privatverkauf"-Websites: eboutic.ch, fashionfriends.ch, my-store.ch, myprivateboutique.ch, qoqa.ch, deindeal.ch

E-Commerce "Business to Business"

Business to Business (B2B) bezeichnet den elektronischen Geschäftsverkehr eines Unternehmens mit anderen Unternehmen. Dabei geht es zum Beispiel um Geschäfte zwischen zwei Händlern oder zwischen einem Zulieferer und einem Unternehmen. Die Einnahmen stammen beim B2B also aus dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen an Unternehmen.

Beispiele für B2B: nespresso.com, mobility.ch, papierexpress.ch, shop.roline.com

E-Commerce "Consumer to Consumer"

Consumer to Consumer (C2C) bezeichnet Portale, auf denen sich Konsumenten gegenseitig etwas verkaufen können, also das Online-Pendant zu den gedruckten Kleinanzeigen. Die Website stellt lediglich die Benutzeroberfläche und das System für den Warenaustausch zur Verfügung.

Die Einnahmen stammen beim C2C:

  • aus einer prozentualen Beteiligung an den Verkäufen. Grosse Auktions-Websites erheben Gebühren von den Verkäufern, wenn eine Transaktion zwischen zwei Kunden durchgeführt wird (z. B. zwischen 1% und 5% des endgültigen Verkaufspreises).
  • aus Werbung. Websites für den Direktverkauf zwischen Privatpersonen finanzieren sich über Werbung oder kostenpflichtige Anzeigen. Der Verkäufer kann sich entscheiden, für seine Anzeige zu bezahlen, damit sie optisch hervorgehoben wird.
  • oder aus einer Kombination beider Varianten.


Beispiele für C2C: ricardo.ch, car4you.ch, scout24.ch, immofute.ch, natelsavendre.ch


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Letzte Änderung 13.10.2015

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