Optionen für die Deckung der Import/Export-Risiken

Schweizer KMU sind beim Import/Export-Geschäft einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, gegen die sie sich absichern können. Hier einige Tipps.

Es gibt eine Vielzahl von Lösungen, mit denen sich KMU gegen die Risiken von Import/Export absichern können. Die Schweizer Exportrisikoversicherung (SERV) deckt politische und wirtschaftliche Risiken. Des Weiteren bieten private Versicherungen Leistungen an, die nicht von der SERV gedeckt werden, wie zum Beispiel die Deckung von Transport- oder Wechselkursrisiken.

Was ist mit Import/Export-Risiken gemeint?

Jedes Auslandsgeschäft, ob Import oder Export, birgt gewisse Risiken ganz unterschiedlicher Art:

  • politische
  • wirtschaftliche
  • logistische
  • administrative
  • sonstige

Wie kann man sich gegen die Import/Export-Risiken absichern?

Hat man die Risiken, denen das Auslandsgeschäft eines Unternehmens ausgesetzt ist, nicht unter Kontrolle, können sie die Firma ernsthaft gefährden. Für die Absicherung stehen den Schweizer Firmen verschiedene Optionen zur Verfügung, die sich gegenseitig ergänzen:

  • Die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV). Die SERV ist eine an den Bund angegliederte öffentlich-rechtliche Versicherung und stellt eine Ergänzung zu den privaten Versicherungen dar. Sie deckt die politischen und wirtschaftlichen Risiken beim Export von Gütern und Dienstleistungen. Unternehmen jeder Grösse können eine SERV-Versicherung abschliessen, vorausgesetzt, der Firmensitz ist in der Schweiz und der schweizerische Wertschöpfungsanteil der exportierten Produkte beträgt mindestens 50% des Wertes des Exportgeschäfts. In begründeten Ausnahmefällen kann man bei der SERV auch einen Versicherungsvertrag abschliessen, wenn dieser Mindestanteil nicht erreicht wird.
  • Private Versicherungen. Neben der SERV bieten auch viele private Versicherungen den Schweizer Firmen an, ihre Import/Export-Geschäfte abzusichern. Bestimmte Risiken werden übrigens ausschliesslich vom privaten Versicherungsmarkt abgedeckt. Dazu zählen insbesondere Wechselkurs-, Transport- und Feuerrisiken.
  • Informiert sein. Um die Risiken so gering wie möglich zu halten, sollten Unternehmen unbedingt bestens über alle Aspekte rund um ihr Auslandsgeschäft informiert sein. Dafür können sie sich zum einen an Experten aus ihrer Branche wenden, zum anderen an öffentliche Institutionen wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Switzerland Global Enterprise (S-GE) oder die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV).

Wechselkursrisiken: So können sich KMU absichern

Im internationalen Handel sind die Unternehmen sowohl im Export wie auch im Import den Schwankungen der Devisenmärkte ausgesetzt. Die Finanzinstitute bieten verschiedene individuell zugeschnittene Möglichkeiten der Absicherung.

Finanzierung des Import/Export-Geschäfts

Mit Lösungen wie dem Akkreditiv oder der Supply-Chain-Finanzierung können die finanziellen Risiken, die mit dem Import/Export-Geschäft verbunden sind, reduziert werden.


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Informationen

Letzte Änderung 13.10.2015

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