Werbeanzeigen: Vorteile digitaler Formate

Als Alternative zu traditionellen Werbeplakaten hinterlassen animierte Anzeigen einen bleibenden Eindruck. Erläuterungen.

Neben der Starrheit haben klassische Plakate aus Papier den Nachteil, dass sie zerrissen oder mit Graffiti besprüht werden können. Mit digitalen Anzeigen wollen Werbetreibende diese Nachteile umgehen. So gibt es seit Beginn der 2000er Jahre "bewegte" Werbung in Bahnhöfen, Einkaufszentren, an Tankstellen, Kiosken, bei der Post usw. Die Werbetreibenden setzen auf die Neuartigkeit dieser animierten Werbespots und glauben, dass sich die Botschaft aufgrund des Überraschungseffekts besser im Gedächtnis verankert.

In der Schweiz gibt es sehr unterschiedliche Medien und Projektionsflächen für animierte Werbung. Dazu gehören zum Beispiel:

  • eBoard. Hierbei handelt es sich um digitale Werbeflächen in hoher Qualität im Querformat, die bis zu 60m2 gross sein können. Sie hängen in den grossen Bahnhöfen in der Schweiz. Man kann eine oder mehrere Videosequenzen, eine Animation oder ein Standbild anzeigen lassen. Die optimale Dauer eines Spots liegt zwischen 10 und 20 Sekunden. Die Anzeigen werden alle drei Minuten (bis zu 400 Mal pro Tag) auf allen Displays eines Bahnhofs ausgestrahlt.
  • ePanel. Sie sind Full HD Qualität animierte Spots oder Standbilder im Hochformat in Bahnhöfen, auf der Strasse, in Shopping-Malls, Stadien und sogar in Skigebieten. Die erlaubte Dauer eines Spots liegt zwischen 10 und 60 Sekunden.
  • Rail Beamer. Diese Beamer projizieren Werbespots auf eine Fläche von 12m2. Sie befinden sich im Wartebereich des Perrons und ziehen in besonderer Weise die Aufmerksamkeit der Fahrgäste auf sich, vor allem die der Pendler, die jeden Tag dieselbe Strecke fahren. Die erlaubte Länge der Spots liegt zwischen 5 und 76 Sekunden.
  •  AdScreen: Die Displays im Format 16:9 zeigen HD-Spots von rund 10 Sekunden Länge in den Filialen der Schweizer Post.
  • Neo Advertising Screen: In einem Flughafen verteilte 84-Zoll-Displays mit sehr hoher Auflösung (4K) passen ihre Werbeinhalte an die Abflug- und Ankunftszeiten, die Reiseziele usw. an. (…)

Worauf man achten muss

Bei der Anmietung einer digitalen Werbefläche sollte man dieselben Elemente berücksichtigen wie bei klassischen Plakaten: Standort und Klarheit. Zum Dreh eines Video-Spots siehe:

Unbedingt beachten muss man jedoch, dass es bei digitalen Plakaten keinen Ton gibt. Die Anzeige muss also allein durch die Bilder verständlich sein. Ausserdem muss der Spot dynamischer sein als bei einer TV-Werbung, da die Zuschauer in diesem Fall Passanten sind und nicht gemütlich in ihrem Wohnzimmer sitzen. Wenn sie die Werbung nicht anspricht, schauen sie weg. Idealerweise sollten sie die Botschaft und den Markennamen wahrnehmen können, ohne stehen bleiben zu müssen.

Neue Möglichkeiten

Während klassische Plakate statisch sind, ermöglichen digitale Anzeigen originelle Ideen. Ein Bekleidungsgeschäft kann beispielsweise eine Werbung mit einem Model schalten, das den Passanten zuzwinkert. Im Rahmen einer Werbekampagne für neue Shampoos hatte eine schwedische Kette in einer Metrostation in Stockholm ein interaktives Display installiert, das mit einem Sensor ausgestattet war, um das Einfahren der Züge zu überwachen: Wenn die U-Bahn ankam, wurde die Anzeige so animiert, dass die Haare des Models wie unter dem Einfluss des Windes durcheinandergewirbelt wurden. In London entwickelte die Fluggesellschaft British Airways eine digitale Werbung auf einem Aussenbildschirm, auf dem ein kleiner Junge zu sehen war, der jedes Mal, wenn ein echtes Flugzeug über die Stadt flog, mit dem Finger in den Himmel zeigte. Das Flugzeug wurde mithilfe eines Radars am Boden geortet.

Quellen: APG SGA / IG DOOH / GOLDBACH MEDIA (Stand 2016).


Informationen

Letzte Änderung 08.06.2016

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