
(11.02.2026) Die Schweizer Uhrenindustrie beendet das Geschäftsjahr 2025 vor dem Hintergrund globaler Unsicherheiten mit einem Rückgang. Die Exporte gingen um 1,7% auf CHF 25,6 Milliarden zurück und verzeichneten damit laut dem Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) das zweite Jahr in Folge eine Abnahme.
Die US-Handelspolitik und die nachlassende Nachfrage der Märkte in China und Hongkong belasteten die Exporte. Innert zwei Jahren gingen die Verkäufe von Schweizer Uhren in China um mehr als ein Drittel zurück. Gleichzeitig führten die Rekordpreise für Gold und der hohe Kurs des Schweizer Franken zu einem deutlichen Anstieg der Verkaufspreise für Schweizer Uhren auf den Weltmärkten.
Die Ergebnisse variieren je nach Produktkategorie. Der Absatz von Modellen mit einem Exportpreis von über CHF 3'000 ging um 1,9% zurück. Das Segment zwischen CHF 500 und CHF 3'000 blieb stabil, während die Exporte von Uhren unterhalb dieser Schwelle ein deutliches Minus (-4,5%) verzeichneten. Insgesamt sank die Stückzahl der exportierten Uhren um 4,8% (-740'000 Einheiten) auf insgesamt 14,6 Millionen.
Geografisch gesehen blieben die Exporte auf dem amerikanischen Kontinent (+0,3%) und in Europa (-0,3%) relativ stabil, während sie sich in Asien deutlich verringerten (-3,8%). Die USA, mit 17% der Exporte der wichtigste Markt, schlossen das Jahr mit einer Veränderung von -0,5% gegenüber dem Vorjahr ab.
Die Ergebnisse für das Jahr 2026 dürften ausgeglichen bleiben. Die erfreuliche Entwicklung des Sektors in den USA im Dezember 2025 (+19,2%) eröffnet günstigere Perspektiven, auch wenn weiterhin Unsicherheit hinsichtlich der Entscheidungen des Weissen Hauses besteht. Eine baldige Erholung des chinesischen Marktes ist jedoch nicht zu erwarten.
Die Schweizer Uhrenproduktion steht weiterhin unter Druck, was sich auch auf die Beschäftigung auswirkt. Laut der Erhebung des Arbeitgeberverbands der Schweizer Uhrenindustrie ist die Zahl der Beschäftigten in der Branche im Jahr 2025 um 1,3% gesunken.
Letzte Änderung 11.02.2026