Risikomanagementprozess: Analyse und Massnahmen

Die in der Phase Risikoidentifikation und -bewertung eruierten Hauptrisiken müssen anschliessend detailliert analysiert werden.

Diese Detailanalyse hilft die Toprisiken handhaben zu können. Ihrerseits muss sich die Unternehmensleitung auf angemessene Strategien einigen und passende, notwendige Massnahmen für alle Hauptrisiken definieren.

Prozess des Risikomanagements

Informationsgrafik, die den Prozess des Risikomanagements erläutert
Quelle: Dr. Bruno Brühwiler, Management und Qualität, 3/2009

Die Detailanalyse wird normalerweise mit einer

  • Ursachen- / Wirkungsanalyse
  • quantitativen und/oder
  • qualitativen Bewertung

3 Schritte für eine detaillierte Risikoanalyse

Informationsgrafik, die die drei Schritte einer detaillierten Risikoanalyse erläutert
Quelle: KPMG Schweiz, Methodik zur Einführung eines Risikomanagementsystems, 2008

Die detaillierte Analyse der Toprisiken mittels eines Workshops hilft, ein einheitliches Risikoverständnis im Unternehmen und den einzelnen Abteilungen/Produktionszentren zu schaffen. Die Risiken müssen Personen (Risikoverantwortliche) zugewiesen werden, welche diese fortlaufend überwachen.

Für alle Toprisiken werden Risikostrategien entwickelt und bestimmt. Diese Risiken können

  • akzeptiert
  • reduziert
  • vermieden oder
  • transferiert

werden und müssen kontinuierlich überwacht werden, um Veränderungen berücksichtigen zu können. Oft wird eine Kombination von verschiedenen Risikostrategien verwendet und in Massnahmenplänen umgesetzt.

Beispiel eines Massnahmenplans

Risiko Nr. und Name 1 Technologische Veränderungen, die das bestehende Geschäft gefährden können
Risikoverantwortlicher Hans Mustermann, Leiter Technologie
Risikokategorie O Extern O Strategisch O Operativ O Finanziell
Risikobeschreibung Verschiedene Technologien sind auf den Markt gekommen, die das bestehende Geschäftsmodell gefährden könnten. Falls die Konkurrenten schneller als Musterfirma AG neue Produkte auf den Markt bringen, können die Auswirkungen tiefgreifend
Risikotreiber/
Risikoursachen
  • Verzögerung bei der Markteinführung neuer Produkte
  • Ungenügende Investitionen in F & E
  • Falsche Strategie bei der Festlegung des Produkteportfolios
Risikostrategie O Akzeptieren O Reduzieren O Vermeiden O Transferieren
 
  • Aggressive Anpassung der Strategien und Massnahmen, um ein umsatzstarkes Portfolio aufzubauen
  • Marktführerschaft in der Entwicklung von Substitutionsprodukten und der Erarbeitung von Chancen
Bestehende
Massnahmen
  • F&E-Budget wurde im letzten Geschäftsjahr um 250% gesteigert
  • Neue Anstellungsrichtlinien in Kraft gesetzt, um kompetente Entwicklungsmitarbeiter im Bereich F&E zu rekrutieren
Massnahme Verantwortlich Verantwortlich Termin Status
1. Prototypen zur Marktreife bringen Hans Muster

Prototyp 1

Prototyp 2

30.9.20XX

31.12.20XX

Offen

Offen

2. Akquisition eines substituierenden Anbieters Fritz Muster Akquisitionsofferte 30.6.20XX gestartet
3. Rekrutierung von zwei neuen Mitarbeitern im Bereich F&E Anna Muster

Anstellung Mitarbeiter 1

Anstellung Mitarbeiter 2

30.6.20XX


31.7.20XX

Beendet


Beendet

Quelle: KPMG Schweiz, Methodik zur Einführung eines Risikomanagementsystems, 2008


Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter (Anmeldung rechts oben) und bleiben Sie informiert.


Informationen

Letzte Änderung 27.09.2019

Zum Seitenanfang

https://www.kmu.admin.ch/content/kmu/de/home/praktisches-wissen/finanzielles/risikomanagement/wie-fuehrt-man-ein-risikomanagementsystem-ein/risikomanagementprozess-analyse-und-massnahmen.html