Bilder und Videos als Mehrwert fürs Online-Marketing

Grafik-und Videoinhalte sind für eine erfolgreiche Online-Marketing-Strategie unentbehrlich.

Seit die breite Masse Zugang zur Technik für die Erstellung von Foto- und Videoaufnahmen hat und die Web-Integration dieser Inhalte vereinfacht wurde, kann jeder für einen sehr moderaten Preis visuelle Inhalte produzieren. Bilder und Videos bieten einen erheblichen Mehrwert und sind für eine eindrucksvolle Online-Präsentation unverzichtbar. Mit diesen visuellen Mitteln kann die Positionierung des Unternehmens in den Suchmaschinen verbessert werden und auf diese Weise lassen sich die angebotenen Produkte und Dienstleistungen innovativ und ansprechend präsentieren.

Viele Userinnen und User suchen auf Online-Videoplattformen (wie YouTube) ebenso nach bestimmten Themen wie in den traditionellen Suchmaschinen. Wer dort aktiv ist, erreicht einen zusätzlichen Kundenkreis, kann klar zeigen, was verkauft wird, und nimmt dem Kundenservice Arbeit ab, wenn er beispielsweise Video-Anleitungen veröffentlicht. Bilder und Videos sind zudem ein wirkungsvolles Mittel, um das Unternehmen weniger anonym erscheinen zu lassen. Wie bei allen anderen Instrumenten des Online-Marketings müssen einige grundsätzliche Fragen beantwortet werden, bevor man sich an die Produktion von visuellen Web-Inhalten macht:

  • Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrer visuellen Kommunikation? Formulieren Sie Ihre Strategie so präzise wie möglich. Möchten Sie regelmässig Videos oder Bilder ins Netz stellen? Was möchten Sie darstellen? Sind Sie bereit, Ihrer virtuellen Community Ihr Gesicht oder die Gesichter Ihrer Angestellten zu zeigen? Was könnten Sie produzieren, das für Ihr Zielpublikum von Interesse ist? Was können Sie bieten, was die anderen nicht haben?
  • Welche Ressourcen stehen Ihnen zur Verfügung? Stellen Sie sicher, dass Sie genügend personelle, zeitliche und materielle Ressourcen haben, um Ihre Ziele zu erreichen. Für das Erstellen von Videos ist das umso wichtiger, weil dabei ein gewisser materieller Aufwand entsteht.

Hier einige Tipps für eine optimale Nutzung der visuellen Ressourcen:

  • Zeigen Sie, wer Sie sind. Falls Ihre Website über einen Bereich verfügt, in dem sich die Mitarbeitenden des Unternehmens vorstellen, sollten Sie dort ruhig Fotos hinzufügen. Alles, was dazu beiträgt, Ihr Unternehmen weniger anonym erscheinen zu lassen, sollte unterstützt werden, und die Besucherinnen und Besucher werden sich freuen, wenn Sie Ihren Namen und die Ihrer Angestellten mit den entsprechenden Gesichtern verbinden können. Achten Sie bei den Fotos jedoch unbedingt auf die Qualität: Laienhaft erstellte Porträts ohne Konzept, die sich in Bezug auf Hintergrund, Belichtung usw. unterscheiden, können den gegenteiligen Effekt haben und Sie lächerlich machen.
  • Achten Sie auf eine vernünftige Technik. Der Markt für digitale Fotoapparate und Videokameras hat sich in den letzten Jahren für die breite Masse geöffnet. Es ist nicht mehr nötig, Tausende von Franken zu investieren, um im Internet Fotos oder Videos von anständiger Qualität zu veröffentlichen. Selbst ein leistungsfähiges Smartphone kann heute dafür ausreichen. Lassen Sie sich beim Kauf vom Fachpersonal beraten. Einige Geräte werden mit einer Bildbearbeitungssoftware geliefert, andere nicht. Falls nicht, sollten Sie sich vergewissern, dass das Speicherformat mit der Software, die Sie verwenden möchten, kompatibel ist.
  • Zeigen Sie, dass Sie die Technik beherrschen. Ein Video wird umso mehr Eindruck machen, je professioneller es erstellt wurde. Es gibt HD-Kameras zu einem erschwinglichen Preis. Es empfiehlt sich jedoch, ein externes Mikro zu verwenden, um eine gute Qualität der Tonaufnahmen zu gewährleisten. Nehmen Sie zum Beispiel ein Krawattenmikrofon und passen Sie den Ton nach der Aufnahme an das Bild an. Achten Sie auf die Beleuchtung: Nutzen Sie, wenn möglich, natürliches Tageslicht. Probieren Sie verschiedene Lichtquellen aus und entscheiden Sie, welche am besten passt.
  • Lassen Sie Ihre Bilder und Videos von Online-Portalen hosten. Anstatt Speicherkapazität dafür aufzuwenden und nach komplizierten technischen Lösungen zu suchen, können Sie Ihre Videos kostenlos auf eine Video-Plattform (z. B. YouTube) hochladen. Das verschafft Ihnen zugleich ein breiteres Publikum und mehr Sichtbarkeit und Sie können die Videos anschliessend problemlos in Ihre Homepage oder Ihren Blog einbetten, indem Sie diese mit dem Online-Portal verlinken. Das gleiche Prinzip gilt auch für Ihre Fotos.
  • Falls Sie regelmässig Videos posten möchten, richten Sie auf einem Videoportal einen eigenen Kanal für Ihr Unternehmen ein. Auf YouTube können Sie Ihren Kanal auf vielfältige Weise personalisieren (Farbe, Hintergrund usw.). Sie können sich sogar damit begnügen, Beiträge von anderen zu verbreiten, indem Sie deren Videos zu Ihren "Favoriten" hinzufügen.
  • Wählen Sie unterschiedliche Formate. Es gibt viele verschiedene Videoformate und konzepte. Variieren Sie in Ihrem Angebot zwischen Experteninterviews, Reportagen aus Ihrem Unternehmen, Produktpräsentationen oder auch Lehrvideos, wo Sie Ihren Sachverstand auf Ihrem Lieblingsgebiet unter Beweis stellen können. Seien Sie erfinderisch: Falls die Person, die Sie interviewen möchten, am anderen Ende der Welt lebt, führen Sie das Gespräch über Skype und zeichnen Sie es auf! Behalten Sie jedoch immer das Gesamtkonzept für Ihre visuelle Online-Kommunikation im Hinterkopf, damit Sie sich nicht verzetteln. Versuchen Sie, einen charakteristischen Stil zu entwickeln, ein Markenzeichen, mit dem Sie sich von der Konkurrenz abgrenzen. Von reinen Werbefilmen wird im Internet grundsätzlich abgeraten. Versuchen Sie lieber, sich indirekt ins Gespräch zu bringen, indem Sie sich bei den Userinnen und Usern nützlich machen.
  • Messen Sie den Erfolg Ihrer Bemühungen. Prüfen Sie regelmässig mithilfe von Statistik-Tools, ob die anvisierten Ziele erreicht werden, und passen Sie Ihre Strategie bei Bedarf an.

Quellen: Réseaux sociaux et entreprise: les bonnes pratiques, Christine Balagué und David Fayon, Pearson, 2011; Le marketing en ligne, Jon Reed und Christine Balagué, Pearson, 2011.


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Letzte Änderung 13.10.2015

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