Diese Fehler gefährden den Online-Marketing-Erfolg

Es kann passieren, dass eine Online-Marketing-Strategie nicht zum gewünschten Erfolg führt. Häufig sind einige typische Fehler die Ursache.

Online-Marketing ist eine komplizierte Angelegenheit. Wenn man im Netz aktiv wird, darf man nicht erwarten, dass sich sofort aussergewöhnliche Erfolge einstellen. Sind die Besucher- oder Verkaufszahlen allerdings nach mehreren Monaten immer noch nicht gestiegen, dann sollte man nach den Ursachen für den Misserfolg forschen. Hier eine Auswahl häufiger Fehler:

  • Eine zu aggressive Verkaufsstrategie. Konsumentinnen und Konsumenten können es nicht leiden, wenn sie das Gefühl haben, mit allen Mitteln zum Kauf gedrängt zu werden. Im Internet, wo viele tendenziell noch abgehärteter und kritischer sind als im "echten Leben", gilt das umso mehr. Wenn Sie als eine Firma wahrgenommen werden, die andere belästigt oder mit Spam überhäuft, werden Sie sehr wahrscheinlich bald auf einer schwarzen Liste auftauchen oder Schlimmeres erleben. Behalten Sie im Kopf, dass Ihr Mehrwert im Internet in der Leistung besteht, die Sie den Leuten anbieten können, um ihren Bedürfnissen bestmöglich zu entsprechen. Haben Sie ein offenes Ohr für die Belange Ihrer Zielgruppe und passen Sie Ihre Strategie entsprechend an.
  • Eine unverständliche Verkaufsstrategie. Sie haben das Marketing-Prinzip im Sinne von aufschlussreichen und neutralen Informationen so sehr verinnerlicht, dass man am Ende kaum noch weiss, was Sie anbieten. Behalten Sie im Kopf, dass Ihre gesamte Online-Marketing-Strategie einzig und allein darauf abzielt, Ihr Unternehmen bekannter zu machen und die Umsätze zu steigern.
  • Eine Kommunikation, die ihr Ziel verfehlt. Vielleicht haben Sie Ihre Zielgruppe oder die sozialen Netzwerke, in denen sie sich aufhält, nicht richtig identifiziert. Es kann sein, dass Ihre Kommunikation an sich gut ist, aber nicht zu Ihrem spezifischen Markt passt. Stellen Sie sicher, dass Sie da sind, wo auch Ihre potenziellen Kundinnen und Kunden oder Geschäftspartner sind, und achten Sie auf deren Bedürfnisse.
  • Eine anonyme und unpersönliche Kommunikation. Auch wenn sich alles in einem virtuellen Raum abspielt, sollen Internet und Social Media den persönlichen Kontakt nicht ersetzen, sondern erleichtern. Vermeiden Sie automatisch generierte, distanzierte oder unpersönliche Antworten. Soziale Netzwerke machen eine Annäherung zwischen Unternehmen und Privatpersonen leichter. Profitieren Sie davon und kommunizieren Sie mit Ihrer Fangemeinde auf eine freundschaftliche und informelle, aber dennoch professionelle Art.
  • Eine zu weit gestreute und ineffiziente Kommunikation. Vielleicht haben Sie sich im Überschwang der Begeisterung sofort auf allen Plattformen eingetragen. Es ist schwierig bis unmöglich, alle Profile zu pflegen; einige Accounts werden gar nicht mehr aktualisiert, Ihr Blog wird nur ab und zu gefüttert usw. Ihre Kommunikation macht dadurch einen chaotischen und willkürlichen Eindruck. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche, anstatt sich auf alle möglichen Netzwerke zu stürzen. Seien Sie nur auf den Websites vertreten, die für Ihr Unternehmen und Ihren Markt wichtig sind und für die Ihnen auch wirklich die nötigen Mittel zur Verfügung stehen.
  • Eine undurchsichtige oder unehrliche Kommunikation. Userinnen und User sind auf der Suche nach transparenten und wahren Informationen. Eine Kommunikation, die auf falschen Aussagen beruht oder die echten Probleme aussen vor lässt, ist die sicherste Methode, um die Internetgemeinde gegen sich aufzubringen und negative Kommentare zu provozieren. Wenn Sie mit Ihrer Online-Strategie Erfolg haben wollen, ist es Ihre Pflicht, so transparent und offen wie möglich zu sein. Wenn eindeutige Fehler oder Verstösse seitens Ihres Unternehmens aufgedeckt wurden, nehmen Sie die Kritik an und bieten Sie eine Entschädigung an. Damit zeigen Sie, dass Sie ein seriöses Unternehmen sind, das um das Wohl seiner Kunden und Partner besorgt ist. Zugleich bietet sich Ihnen so die Gelegenheit, sich zu verbessern.
  • Zu wenig Reaktion. Sie haben es geschafft, bei Ihrer Zielgruppe Interesse zu wecken, schaffen es aber nicht, diese Chance in einen echten Erfolg zu verwandeln. Im Internet und in den sozialen Netzwerken lautet das Zauberwort Interaktivität. Sie müssen sich dafür interessieren, was über Sie und Ihr Unternehmen gesagt wird, egal ob es gut oder schlecht ist. Richten Sie ein Social-Media-Monitoring ein, um Ihre Imagewirkung in den sozialen Netzwerken und im Internet zu beobachten, und reagieren Sie darauf so schnell wie möglich.

Quellen: Réseaux sociaux et entreprise: les bonnes pratiques, Christine Balagué und David Fayon, Pearson, 2011; Le marketing en ligne, Jon Reed und Christine Balagué, Pearson, 2011.


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Letzte Änderung 13.10.2015

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