Gründe für eine Firmenniederlassung in der Schweiz

Wer die Schweiz als Standort wählt, profitiert von vielen Vorzügen. Das gilt für die Steuern, aber auch für die Arbeitskräfte und die Infrastruktur.

Geographische und wirtschaftliche Faktoren beeinflussen die Standortwahl für eine Unternehmensansiedlung erheblich. Die geostrategische Position der Schweiz und ihre föderalistische Struktur machen das Land zu einem Treffpunkt verschiedener Kulturen und Sprachen. Langfristig stabile Entscheidungsgrundlagen, liberale Gesetzgebung, Schutz des freien Wettbewerbs und kooperative Behörden begünstigen die Gründung von Unternehmen oder Betriebs- und Forschungsstätten.

Die Schweiz nimmt im internationalen Standortvergleich einen Spitzenplatz ein. Sie gehört zu den Ländern mit der längsten Arbeitszeit, den meisten gültigen Patenten pro Einwohner, den höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für Wissenschaft, Forschung und Bildung und dem grössten Aussenhandelsanteil am Bruttoinlandprodukt.

Wirtschaft

Die Schweizer Wirtschaft verdankt ihren hohen Entwicklungsstand sowohl dem Fleiss und der Erfindungskraft ihrer Bevölkerung als auch den engen Beziehungen mit dem Ausland. Der damit verbundene Wettbewerbsdruck, stabile politische Verhältnisse, gesunde öffentliche Finanzen, tiefe Kapitalkosten und eine hohe Kaufkraftstabilität fördern das Wirtschaftswachstum des Landes.

  • Hohes Bruttoinlandprodukt: Die Schweizer Volkswirtschaft ist die wettbewerbsfähigste der Welt und gehört zu den meist globalisierten Ländern. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf gehört zu den höchsten der Welt.
  • Tiefe Arbeitslosenrate - hohe Erwerbsquote: Die Schweiz hat eine der höchsten Erwerbsquoten der Welt. Die Arbeitslosenquote liegt bei rund 3% (2013) und zählt damit zu den tiefsten Europas.
  • Der Schweizer Franken: Die Schweiz ist nicht Mitglied der EU und verfügt über eine eigene, stabile Währung, den Schweizer Franken (CHF). Der Euro ist als Zahlungsmittel breit anerkannt.
  • Ausgeprägter Dienstleistungssektor und neue Technologien: Der wichtigste Wirtschaftssektor der Schweiz ist der Dienstleistungssektor.

    In der Medizinal- und Biotechnologie, Mikro-, Nano- und Hightech-Industrie sowie in der Telekommunikationstechnologie (ICT) kommen ausserdem die erheblichen Bildungsvorleistungen der Eidg. Hochschulen, der Fachhochschulen sowie der Kombination von Schule und Berufslehre zum Tragen.

    Die Landwirtschaft macht etwa 1% des Schweizer BIP aus. Sie ist jedoch für die Schweiz wichtig, weil sie dazu beiträgt, die naturnahe Landschaft und die ländlichen Strukturen abseits der Ballungszentren zu bewahren.
  • Aussenhandel: Der grösste Teil des Aussenhandels der Schweiz findet mit der EU statt. Dabei ist Deutschland traditionell der wichtigste Kunde und auch der bedeutendste Lieferant der Schweiz.
    Der Zugang zu 500 Millionen Konsumenten in den Märkten der EU und den EFTA-Staaten ist durch enge und gute Kooperation gewährleistet. Neben Freihandelsabkommen mit annähernd 100 Ländern hat die Schweiz die WTO-Abkommen über das öffentliche Beschaffungswesen unterzeichnet. Damit stehen der Schweiz auch die wichtigsten Märkte von Auftraggebern der öffentlichen Hand in der EU, den USA, Kanada, Japan, Korea, Norwegen und Israel offen.

Infrastruktur

Die Infrastruktur der Schweiz zählt weltweit zu den am besten entwickelten und verlässlichsten. Eine hoch entwickelte IT-Infrastruktur und modernste technologische Hilfsmittel bieten optimale Voraussetzungen für die Entwicklung neuer Technologien.

Auf dem Immobilienmarkt sind ausreichend Bauland und Liegenschaften für neue Geschäftstätigkeiten vorhanden. Die Beschränkung des Grundeigentums von Personen aus dem Ausland wurde in den letzen Jahren weitgehend gelockert.

Arbeitskräfte

Gut ausgebildete Arbeitskräfte sind eine Voraussetzung für jedes erfolgreiche Unternehmen. Die Gesamtproduktivität der Schweizer Volkswirtschaft steht im weltweiten Vergleich ganz weit oben. Die Arbeitskräfte sind motiviert und Streiks sind praktisch unbekannt. Obwohl das Lohnniveau relativ hoch scheint, sind die gesamten Arbeitskosten deutlich tiefer als in konkurrierenden Wirtschaftsräumen. Lohnnebenkosten und Sozialversicherungskosten sind niedrig.

Marktzugang

Von der Schweiz aus lassen sich sowohl der schweizerische als auch der europäische Markt ideal bearbeiten. Eine Niederlassung in der Schweiz gewährt den Zutritt zu einem Binnenmarkt von rund 8 Millionen Konsumenten mit der weltweit höchsten Kaufkraft. Aber auch der europäische Markt (500 Millionen Konsumenten) lässt sich von der Schweiz aus ideal erschliessen und bearbeiten. Deswegen haben zahlreiche internationale Unternehmen verschiedenster Branchen für ihren Hauptsitz, ihre ausländische Niederlassung oder ihr Service-Center die Schweiz gewählt.


Informationen

Letzte Änderung 29.03.2018

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