So läuft ein Qualitätszirkel-Meeting ab

Ein Qualitätszirkel ist eine Art Innovations-Workshop, bei dem man sich auf vorher definierte Leistungsindikatoren stützt. So funktioniert das Konzept.

1. Problemdefinition und Beschreibung der Ist-Situation

Die Teilnehmenden am Workshop beschreiben die Ist-Situation aus ihrer Perspektive, um sicherzustellen, dass alle vom Gleichen sprechen.
2. Erarbeitung von Key Performance Indicators (KPI) - Kennzahlen Damit später der Erfolg der Umsetzung gemessen werden kann, müssen im Team zu Beginn Kennzahlen (Key Performance Indicators, KPI) definiert werden. Das heisst, die Ist-Situation muss mit Zahlen und Fakten belegt werden, als Ausgangspunkt zur späteren Verifizierung. Die Zielsetzungen sollten überprüfbar sein. Die SMART-Regel ist ein ideales Instrument zur Zieldefinition. Ziele sollten also spezifisch (S), messbar (M), anspruchsvoll (A), relevant (R) und terminiert (T) sein.
3. Analyse der Problemursachen Im Rahmen des Workshops wird mit Hilfe von verschiedenen Kreativitätstechniken nach den Ursachen des Problems gesucht.
4. Entwicklungen von Lösungen und Verbesserungsvorschlägen Auch hier eignen sich Kreativitätstechniken am besten, um innovative und kreative Lösungen respektive Verbesserungsvorschläge im Team auszuarbeiten. Wichtig: die beiden Phasen - Ideensammlung und Ideenbewertung - müssen getrennt voneinander betrachtet und angegangen werden.
5. Massnahmenplanung Die erarbeiteten Lösungen werden in einem Massnahmenkatalog oder einer so genannten Aktionsliste zusammengefasst. Die einzelnen Massnahmen werden beschrieben, terminiert und die jeweiligen Verantwortlichkeiten geregelt.
6. Umsetzung Während dieser Phase stehen Kommunikation und Informationen in einem direkten Kausalzusammenhang zum Umsetzungserfolg. Ideal ist, wenn die Massnahmen durch die Workshop-Teilnehmenden selbst umsetzbar sind.
7. Controlling Die unter Punkt 2 erarbeiteten Zielsetzungen (KPI) werden kontrolliert und überprüft. Nicht nur die Umsetzung, sondern auch die Wirkung sollte überprüft werden (Abweichungsanalyse).
8. Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus Punkt 7 fliessen in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) ein. Bei grossen Abweichungen geht das Thema noch einmal zurück ins Workshop-Team.

Quelle: Innovationsmanagement für KMU, Haupt, 2012.


Informationen 

Letzte Änderung 24.10.2018

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