Tipps für eine realistische Investitionsplanung

Ein Unternehmer muss seine Investitionen kurz-, mittel- und langfristig planen und alle Budgetpläne permanent mit der Realität abgleichen.

Von der Liquidität hängt ganz entscheidend auch ab, ob man im Betrieb die erforderlichen Ersatz- und Erweiterungs-Investitionen vornehmen kann. Die technologische Entwicklung verläuft sehr rasch, so dass vor allem Hardware und Software (Informationstechnologieeinrichtungen und -Programme) oft schon ersetzt werden müssen, bevor sie richtig amortisiert sind. Falls möglich, sollten Informationstechnikgeräte innerhalb von 2 bis 3 Jahren abgeschrieben werden; Software sogar sofort, also schneller als dies aus steuerlicher Sicht nötig ist.

Aber auch Maschinen, Fahrzeuge und Gebäude verlieren an Wert und müssen ersetzt werden. Da kann der Liquiditätsbedarf kurzfristig sehr hoch sein. Daher kommt der Planung und optimalen Staffelung der langfristigen Investitionen grosse Bedeutung zu.

Aus Budget, Investitionsplan und Liquiditätsrechnung lässt sich dann die Planbilanz erstellen. Auch wenn es schwer fällt, sollte man versuchen, ein möglichst genaues und realistisches Budget über 5 Jahre zu erstellen, wobei das 2. und 3. Jahr noch etwas leichter abzusehen sind als die Jahre 4 und 5.

Dies zwingt Unternehmende, sich genau zu überlegen, wie es mittelfristig weiter geht, wo sich Chancen eröffnen und wo Gefahren lauern. Schliesslich hinterfragt man sich selber, ob die unternehmerische Vision auch langfristig überzeugen kann.

Das verlangt Einschätzungen über die Konjunktur- und Marktentwicklung, über die eigene Stellung am Markt, über die Innovationskraft und über die Konkurrenzsituation in der Unternehmensbranche.

Es gibt nichts Gefährlicheres für ein Unternehmen als Unwissen. Es ist darum entscheidend, dass man ein Budget und all seine Einzelpläne permanent und minutiös anhand von Kennzahlen überwacht und sofort handelt, wenn negative Abweichungen festgestellt werden.

Die Analyse des Jahresabschlusses alleine reicht da bei weitem nicht, auch wenn nur der vom Gesetz verlangt wird. Halbjahres- oder Quartalsabschlüsse sind heute auch für Klein- und Mittelbetriebe die Norm. Besser noch sind Monatsabschlüsse, aus denen jederzeit ersichtlich ist, ob die erwarteten Zahlungen eingegangen sind, der Absatz stimmt und die Kosten unter Kontrolle sind.


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Letzte Änderung 12.10.2015

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