Vorgehen bei der Unternehmensbewertung nach der Discounted Cashflow-Methode

  1. Erstellen Sie ein detailliertes Budget für die Folgejahre. Da die Investitionsvorgänge in Umlaufvermögen und Anlagen einen wesentlichen Einfluss auf die Geldflüsse haben, ist eine Planperiode zu wählen, welche einen gesamten Investitionszyklus beinhaltet.
  2. Da die zukünftigen Free Cashflows (FCF) nur für eine bestimmte Anzahl Planjahre vernünftig geschätzt werden können, wird anstelle der einzelnen FCF jenseits der Planperiode ein so genannter Residualwert (kapitalisierte künftige Rente) berechnet. Dieser Residualwert, der meist über 50 Prozent des berechneten Unternehmenswertes beträgt, wird ermittelt, indem ein repräsentativer FCF kapitalisiert wird.
  3. Die einzelnen Resultate werden mit dem gewichteten Kapitalkostensatz auf den Bewertungsstichtag abdiskontiert. Beim Abzinsen rechnet man alle zukünftigen Erträge auf den Bewertungszeitpunkt zurück, um den aktuellen Wert dieser Erträge zu eruieren
  4. Von den diskontierten Barwerten wird dann das Fremdkapital abgezogen und die nicht betriebsnotwendigen Vermögenswerte addiert. Daraus resultiert der effektive Wert des Eigenkapitals (bzw. der Aktienwert).

Quelle: OBT

Letzte Änderung 12.10.2015

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