Swiss-U.S. Privacy Shield

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Der Swiss-U.S. Privacy Shield («Datenschutzschild») bietet einen Rechtsrahmen für die Übermittlung von Personendaten aus der Schweiz in die USA. Da solche Daten für Geschäftsvorgänge von entscheidender Bedeutung sind, kann der Privacy Shield für in der Schweiz ansässige KMU von besonderem Interesse sein. Um den Privacy Shield zu fördern und seine Nutzung für Unternehmen zu erleichtern, hat das Ressort Amerika des SECO eine Kontaktgruppe als Plattform für den Informationsaustausch, die Vernetzung sowie die Kontaktaufnahme aufgesetzt.

Wieso braucht es einen Privacy Shield?

Was haben Ihr Geburtstag, Einkaufskorb und Familienstand gemeinsam? Sie lassen Rückschlüsse auf Ihre Person zu und stellen somit personenbezogene Daten dar. Personenbezogene Daten geniessen ein hohes Mass an Rechtsschutz, um Missbrauch zu verhindern und die Privatsphäre zu wahren.

In der digitalen Wirtschaft werden Daten ständig über nationale Grenzen hinweg übertragen. Datentransfers sind untrennbar mit internationalen Handelsströmen verbunden, auch und insbesondere zwischen der Schweiz und den USA, deren jährlicher Handel mit Waren und Dienstleistungen 120 Milliarden CHF übersteigt.

Das schweizerische Recht verlangt, dass für Personendaten bei der Übermittlung ins Ausland ein angemessenes Schutzniveau gewährleistet ist. Hier kommt der Privacy Shield ins Spiel: Er bildet die Grundlage für den Transfer von Personendaten aus der Schweiz in die USA ohne vertragliche Zusatzgarantien zwischen den involvierten Firmen. Ziel des Privacy Shield ist es, unangemessenen Verwaltungsaufwand zu verhindern. Ein ähnliches Regime besteht zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten.

Wie funktioniert der Privacy Shield?

Der Swiss-U.S. Privacy Shield ist seit April 2017 operativ. Er basiert auf einer freiwilligen Selbstzertifizierung der datenempfangenden US-Unternehmen beim US-Handelsministerium. Mit dieser Zertifizierung gehen die Firmen rechtsverbindliche Verpflichtungen ein, die sich unter anderem auf die Verwendung, Speicherung und Weitergabe von Personendaten beziehen. Die online Liste des US-Handelsministeriums umfasst derzeit über 3'500 zertifizierte Unternehmen.

Die Schweizer Behörden stehen in regelmässigem Kontakt mit der US-Administration bezüglich der Umsetzung des Privacy Shield sowie der Sensibilisierung für dieses Regime. Kernstück des Austausches ist eine jährliche Überprüfung zwischen dem SECO, dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten sowie dem US-Handelsministerium.

Was ist die Privacy Shield Kontaktgruppe?

Die Kontaktgruppe wurde Ende 2018 als Plattform für den Dialog zwischen der Schweizer Privatwirtschaft und Verwaltung über Personendatentransfers in die USA ins Leben gerufen. Die Gruppe umfasst derzeit 13 in der Schweiz ansässige Unternehmen und dient drei Hauptzwecken:

1.    Informationsaustausch: Die Gruppe trifft sich jährlich, um relevante Anliegen des Privatsektors zu diskutieren und Beiträge im Hinblick auf die jährliche Überprüfung des Privacy Shield zu sammeln. Das SECO informiert die Mitglieder ferner über relevante Entwicklungen beim Privacy Shield über eine eigens eingerichtete SharePoint Team Site.

2.    Networking: Die Gruppe verbindet Experten aus dem privaten und öffentlichen Sektor, die ein Interesse an grenzüberschreitenden Datentransfers im Allgemeinen und am Privacy Shield im Besonderen haben.

3.    Optimierung: Der Input wird auf Regierungsebene gesammelt mit dem Ziel, die Funktionsweise des Privacy Shield führen zu verbessern.

Interessiert an einer Teilnahme?

Das Ressort Amerika des SECO steht Ihnen zur Verfügung: bwam@seco.admin.ch.



Informationen

Letzte Änderung 13.03.2020

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