Weniger Lohnkosten und mehr KI in den Unternehmen

Eine menschliche Hand und eine Roboterhand tippen auf einer Computertastatur.

(27.05.2026) Die Finanzchefs der Schweizer Unternehmen überdenken ihre Prioritäten. Fast die Hälfte (46%) plant laut der jüngsten Umfrage von Deloitte Schweiz mittelfristig eine Senkung der Lohnkosten durch den Einsatz künstlicher Intelligenz.

Trotz der aktuellen geopolitischen Spannungen gewinnt der Optimismus unter den CFOs an Boden. Mehr als ein Drittel (38%) von ihnen rechnen in den nächsten zwölf Monaten mit einer Verbesserung der Konjunktur in der Schweiz, während nur 19% eine Verschlechterung der Lage befürchten. Mehr als die Hälfte (57%) der Befragten erwarten zudem eine positive finanzielle Entwicklung ihres Unternehmens.

Fast zwei Drittel (64%) der CFOs gehen von einem deutlichen Anstieg der Ausgaben für Technologien und IT-Ausstattung aus. Mehr als ein Viertel (27%) der Befragten schätzen, dass diese Entwicklung in den nächsten drei Jahren zu höheren Personalkosten führen wird, insbesondere für die Finanzierung von Weiterbildungen, die für den Umgang mit diesen neuen Tools erforderlich sind. Umgekehrt rechnen 46% dank der Integration von KI mit einem Rückgang der Lohnkosten. Ein Stellenabbau wird im Ausland (37%) häufiger in Betracht gezogen als in der Schweiz (30%).

Die Konjunkturprognosen fallen ferner je nach Markt sehr unterschiedlich aus. Die befragten Finanzchefs sehen für China überwiegend eine positive Entwicklung (44% vs. 21% negativ). Gegenüber den USA sind die Einschätzungen jedoch eher getrübt (32% vs. 36%). Als besonders besorgniserregend erweisen sich ausserdem die Signale aus Deutschland (13% positiv vs. 53% negativ).

Der starke Franken (68%) und die Personalkosten (58%) sind die Hauptfaktoren, die die Margen der Unternehmen belasten, noch vor dem Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise (51%).


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Letzte Änderung 27.05.2026

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