Stellung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt stagniert

Drei Würfel mit Piktogrammen, die einen Mann, ein durchgestrichenes Gleichheitszeichen und eine Frau darstellen

(15.04.2026) Die Situation berufstätiger Frauen in der Schweiz verbessert sich nur geringfügig. Das Land ist in dem von PwC erstellten internationalen Ranking "Women in Work Index 2026" vom 21. auf den 20. Platz vorgerückt, doch seine Gesamtbewertung bleibt unverändert bei 68,7 Punkten.

Die Erwerbsquote der Frauen lag 2025 bei 80,8% und ist damit gegenüber dem Vorjahr (80,4%) leicht gestiegen. Die Arbeitslosenquote der Frauen bleibt zudem mit 4,7% relativ stabil. Der Anteil der Frauen in Vollzeitbeschäftigung ging hingegen zwischen 2024 und 2025 um 1,5 Prozentpunkte von 60,7% auf 59,2% zurück. Die geschlechtsspezifische Lohnlücke hat sich ebenfalls leicht vergrössert (+0,2 Prozentpunkte auf 17,4%) und ist weiterhin deutlich markanter als im Durchschnitt der OECD-Länder (12,4%).

Der "Women in Work Index" stagniert auch in der Gesamtwertung aller untersuchten Länder. Er stieg zwischen 2023 und 2024 nur um 0,5 Prozentpunkte, was der Hälfte des seit 2011 verzeichneten Jahresdurchschnitts (1 Prozentpunkt) entspricht. Die Erwerbslosenquote der Frauen in den OECD-Ländern stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 5,5%. Zum ersten Mal seit Beginn der Erhebung ging der Anteil der Frauen in Vollzeitbeschäftigung zurück, und zwar von 78,1% auf 76,8%.

Island belegt zum fünften Mal in Folge den ersten Platz im Index, mit einer Frauenerwerbsquote von 85,1%, womit es 12 Prozentpunkte über dem OECD-Durchschnitt (73,1%) liegt. Grosszügige Elternzeitregelungen, qualitativ hochwertige Kinderbetreuung und eine familienfreundliche Arbeitskultur (z. B. die Vier-Tage-Woche) tragen zu diesem Ergebnis bei. Luxemburg, Neuseeland, Slowenien und Schweden folgen an der Spitze, während Mexiko, Südkorea, Chile, Italien und Griechenland die Schlusslichter bilden.

Der seit 2011 jährlich veröffentlichte "PwC Women in Work Index" bewertet die Gleichstellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt in 33 OECD-Ländern anhand von fünf Schlüsselindikatoren: Erwerbsquote von Frauen, Differenz in der Erwerbsquote zwischen Männern und Frauen, Arbeitslosenquote von Frauen, Anteil der Frauen in Vollzeitbeschäftigung sowie geschlechtsspezifische Lohnlücke.


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Letzte Änderung 15.04.2026

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