
(04.03.2026) Die Schweizer KMU verzeichneten 2025 einen deutlichen Aufschwung ihrer Aktivitäten im Bereich Fusionen und Übernahmen (M&A). Die Gesamtzahl der Transaktionen belief sich laut der jährlichen Studie von Deloitte auf 208, was einer Zunahme um 16% gegenüber 2024 entspricht.
Diese Erholung wurde hauptsächlich durch ein wiederauflebendes Interesse internationaler Investoren gestützt. Die Inbound-Transaktionen (der Erwerb von Schweizer KMU durch ausländische Unternehmen) stiegen um 65% auf 104 Transaktionen und erreichten damit einen Rekordwert. Die wirtschaftliche Stabilität der Schweiz in einem von globaler Volatilität geprägten Umfeld überzeugte die Käufer. Auch die Inlandstransaktionen, die zwischen zwei Schweizer Unternehmen stattfinden, nahmen 2025 zu (+10%).
Die Investoren konzentrierten sich insbesondere auf den Bereich IT-Dienstleistungen und Software (+28% der Inlands- und Inbound-Transaktionen, gegenüber +14% im 2024) sowie auf Life Sciences und Gesundheit (+16%).
Demgegenüber gingen die Übernahmen ausländischer Unternehmen durch Schweizer KMU ("Outbound") stark zurück (-25%) und beliefen sich auf 51 Transaktionen. Nach Ansicht der Autoren der Studie spiegelt diese Zurückhaltung die Unsicherheit hinsichtlich der Zölle und die Fokussierung der Schweizer Unternehmen auf ihre Kernaktivitäten in einer Zeit zunehmender Handelsspannungen wider.
Mit 116 Transaktionen (+45%) spielten Private-Equity-Fonds im Jahr 2025 eine zentrale Rolle: Sie machten 56% der gesamten M&A-Aktivitäten aus. Diese Dynamik wurde weitgehend durch einen Anstieg der ergänzenden Inbound-PE-Transaktionen um 156% angeheizt, die von Unternehmen mit Unterstützung durch ausländische Private-Equity-Fonds durchgeführt werden.
Die Wirtschaftsberatung prognostiziert für 2026 eine Fortsetzung der Erholung der M&A-Aktivitäten, gestützt durch ein BIP-Wachstum von +1,1% und eine Inflation von nur +0,2% sowie eine vorteilhafte Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank und der Europäischen Zentralbank.
Letzte Änderung 04.03.2026