Krieg im Nahen Osten könnte Aufschwung bremsen

Ein Mann ruft in einer grossen Halle Daten auf einem Computer ab

(22.04.2026) Die KMU im Schweizer Industriesektor setzen ihren Aufschwung fort. Zwischen Februar und März 2026 stieg der Index Raiffeisen KMU-PMI um 1,5 Punkte auf 55,0 Punkte. Allmählich werden die Investitionspläne jedoch durch das geopolitische Umfeld belastet.

Zwischen Februar und März 2026 stieg die Komponente "Auftragsbestand" von 55,6 auf 59,4 Punkte und lag damit fast 10 Punkte über dem Wert, der im Dezember 2025 verzeichnet worden war (49,6). Binnenmarktorientierte Unternehmen waren die Haupttreiber dieses Aufschwungs, obwohl sich bei den exportorientierten KMU die im Februar begonnene Expansion ihrer Geschäftstätigkeit festigt.

Auch die Lieferfristen haben in diesem Zeitraum deutlich zugenommen, und zwar von 50,2 auf 55,4 Punkte. Dieses Ergebnis spiegelt eine bessere Auslastung der Kapazitäten wider, aber auch Probleme in den Lieferketten. Im Vergleich zum Februar 2026 blieb die Komponente "Produktion" im März unverändert bei 55,0 Punkten. Zwei Komponenten waren rückläufig: Die Beschäftigung verringerte sich leicht von 51,0 auf 50,2 Punkte und die Einkaufslager schrumpften von 53,0 auf 50,4 Punkte.

Angesichts des instabilen Umfelds, das insbesondere durch den Krieg im Nahen Osten geprägt ist, sind jedoch erste Anzeichen einer Abschwächung erkennbar. Fast 40% der befragten KMU rechnen daher mit negativen Auswirkungen auf ihre Investitionspläne.

Zudem gibt fast die Hälfte der exportorientierten KMU an, stark vom anhaltenden Anstieg der Energiepreise betroffen zu sein. Kleine, binnenorientierte Unternehmen bekommen diese Schwankungen erst zeitverzögert zu spüren, da sie häufig langfristige Energieverträge abgeschlossen haben. Im Gegensatz dazu sind international ausgerichtete Unternehmen, die sich auf dem freien Strommarkt versorgen und vom internationalen Güterverkehr abhängig sind, unmittelbar davon betroffen. Der anhaltend starke Schweizer Franken stellt für die Widerstandsfähigkeit der exportorientierten KMU ebenfalls eine Belastung dar.


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Letzte Änderung 22.04.2026

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