
(25.02.2026) Während die Konjunktur in Europa stagniert, haben sich die Schweizer Unternehmen im Januar 2026 leicht erholt. Der Index KMU PMI der Raiffeisenbank stieg um 0,8 auf 50,2 Punkte und lag damit wieder oberhalb der Wachstumsschwelle.
Diese Verbesserung wurde hauptsächlich von den exportorientierten Unternehmen getragen. Im Gegensatz zu den Vormonaten lieferten die auf den Binnenmarkt fokussierten KMU keine Impulse.
Die Einkaufslager verzeichneten mit einem Anstieg von 46,8 auf 50,9 Punkte den stärksten Zuwachs. Das Produktionsvolumen stieg von 49,9 auf 52,3 Punkte, während sich der Auftragsbestand um 1,2 Punkte auf 50,8 Punkte erholte. Bei der Beschäftigung kam es hingegen zu einer Stagnation. Die entsprechende Komponente fiel von 49,5 auf 46,5 Punkte, wovon auch die exportorientierten Unternehmen nicht verschont bleiben.
Die europäische Industriekonjunktur ist weiter durchwachsen. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone stieg von 48,8 im Dezember 2025 auf 49,4 im Januar 2026, bleibt jedoch unter der Wachstumsschwelle. Auch der Auftragsbestand in der europäischen Industrie ist mit einem Rückgang von 47,8 auf 47,2 Punkte wenig erfreulich.
Angesichts dieser Herausforderungen passen die Schweizer KMU ihre Strategien an. Exportorientierte Unternehmen setzen in erster Linie auf die Erschliessung neuer Absatzmärkte. Ein Drittel von ihnen und fast die Hälfte derjenigen, die Geschäfte in den USA machen, nennen diese Massnahme als Priorität. Rund 30% der binnenmarktorientierten Unternehmen wollen ihre Effizienz verbessern. Doch trotz eines ausgeprägten Kostenbewusstseins plant nur etwa jedes zehnte KMU einen Stellenabbau.
Letzte Änderung 25.02.2026