
(17.12.2025) Cyberbedrohungen setzen die Schweizer Unternehmen weiterhin unter Druck. Im Jahr 2025 gaben 5% von ihnen an, in den letzten drei Jahren Opfer von Erpressung geworden zu sein, und 4% haben Geld an Betrüger überwiesen, wie aus der Studie "KMU Cybersicherheit 2025" hervorgeht.
Das "allgemeine IT-Sicherheitsgefühl" hat zwischen 2024 und 2025 um 5 Punkte abgenommen (von 57% auf 52%), während die Zahl der Unternehmen, die befürchten, selbst zur Zielscheibe zu werden, gestiegen ist (+2 Punkte auf 9%). Was die Wahrnehmung der Unternehmen hinsichtlich ihrer "Cyber-Resilienz" angeht, stellt der Bericht eine deutliche Verschlechterung fest. Der Anteil der Firmen, die sich ausreichend geschützt fühlen, ist im Jahresvergleich um 13 Punkte auf 42% gesunken. Gleichzeitig schätzen sich 17% als schlecht geschützt ein, gegenüber 14% im Jahr 2024.
Neun von zehn befragten Unternehmen betrachten Cyberkriminalität als ernstzunehmendes Problem. In fast einem Viertel der Unternehmen (24%) setzen sich die Mitarbeitenden für eine Stärkung der IT-Schutzmassnahmen ein.
Die Autoren der Studie heben jedoch hervor, dass sich die Sichtweisen je nach Unternehmensgrösse unterscheiden. Für Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten bleibt Cyberkriminalität ein zentrales Thema: 23% von ihnen haben einen Beauftragten für Cybersicherheit ernannt (+2 Punkte gegenüber 2024). Für mehr als ein Viertel (28%) der kleinen Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten hat das Thema im Jahr 2025 hingegen keine Priorität mehr, gegenüber 18% im Vorjahr. Generell ist auch die Zahl der Unternehmen, die in den nächsten 12 bis 36 Monaten ihre Cybersicherheitsmassnahmen verstärken wollen, zwischen 2024 und 2025 von 48% auf 40% gesunken.
Obwohl das Gefühl der Bedrohung leicht abnimmt, rechnet die Mehrheit der IT-Dienstleister (84%) damit, dass ihre Kundenunternehmen in Zukunft verstärkt Sicherheitsmassnahmen ergreifen werden.
Letzte Änderung 17.12.2025