Schweizer Wirtschaft erlebt Teilaufschwung

Eine Frau läuft mit Einkaufstüten in den Händen durch ein Einkaufszentrum.

(30.09.2020) Nach dem Einbruch im ersten Halbjahr kommt die Schweizer Wirtschaft allmählich wieder in Schwung. Laut dem von der Credit Suisse publizierten Monitor Schweiz befindet sich das Bruttoinlandprodukt (BIP) in einer Phase der Erholung. Eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau wird jedoch nicht vor Ende 2021 erwartet.

Allgemein sind in Teilen der Wirtschaft Aufholeffekte zu beobachten, was vor allem dem privaten Konsum zu verdanken ist. Die Schweizer Haushalte geben derzeit rund zwei Drittel der während des partiellen Lockdowns gesparten Gelder aus. Die sinkenden Preise führen ebenfalls dazu, dass der Konsum angekurbelt wird.

Die Massnahmen des Bundesrates zur Eindämmung der Folgen der Krise zeigen Wirkung. Gemäss der Credit Suisse sind die Ausweitung der Kurzarbeit (Entschädigung im Fall von Arbeitszeitreduzierung) und die COVID-19-Überbrückungskredite für Unternehmen eine solide Basis für den Wiederaufschwung.

Aufgrund dieser Erholungssignale bleibt Monitor Schweiz bei seinen Prognosen für das Jahr 2020 "relativ optimistisch": Das Schweizer BIP werde nicht um mehr als 4% schrumpfen. In den kommenden Monaten dürfte die Wirtschaft jedoch langsamer aufholen als in jüngster Zeit. Die gesunkene Kaufkraft der Beschäftigten und das weiterhin existierende Virus könnten sich negativ auf die Konjunktur auswirken. Die Grossbank rechnet zwar nicht mit einem zweiten Lockdown, bezieht aber die Möglichkeit lokaler Beschränkungen ein.

Die Arbeitslosigkeit wird in den kommenden Monaten voraussichtlich zunehmen. Credit Suisse erwartet, dass die Quote der Arbeitssuchenden bis Juli 2021 von 3,3% auf 4% steigen wird. Die schwache Wachstumsdynamik könnte auch die Zuwanderung in die Schweiz bremsen.


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Letzte Änderung 30.09.2020

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