Hotellerie konnte im Sommer aufatmen

Blick auf die Place Pestalozzi in Yverdon-les-Bains.

(16.09.2020) Der Tourismussektor ist im Juli wieder etwas zu Kräften gekommen. Laut Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) war die Zahl der Logiernächte um rund einen Viertel (26,4%) geringer als im Juli 2019. Die Bergregionen stehen besser da als die Städte im Mittelland.

Nach einigen katastrophalen Monaten kam es im Juli in der Hotellerie zu einer echten Verbesserung, da der Rückgang der Logiernächte auf 1,2 Millionen begrenzt blieb. Zum Vergleich: Im April war die Zahl der Logiernächte gegenüber dem Vorjahresmonat um 92% eingebrochen. In den darauffolgenden Monaten beobachteten die Fachleute des Gastgewerbes insofern eine leichte Entspannung, als der Rückgang im Mai 79% und im Juni 62% betrug.

Die Rettung ihres Sommers haben die Hoteliers den Schweizerinnen und Schweizern zu verdanken. Die von einheimischen Gästen generierten Logiernächte kletterten um 30,7% auf 2,6 Millionen nach oben, was einem Plus von 601'000 Nächten entspricht. Bei den ausländischen Touristinnen und Touristen sank die Zahl der Logiernächte hingegen auf einen Drittel des Vorjahreswertes und damit auf unter 800'000 Nächte.

Von den ausländischen Gästen kamen die meisten aus Deutschland, die Plätze zwei und drei belegten Reisende aus Belgien und Frankreich. Die Zahl der amerikanischen Touristinnen und Touristen blieb dagegen weit hinter ihrem üblichen Niveau zurück. Gemessen an der Logiernächtezahl belegen sie nun den achten Platz. Auch aus China kamen deutlich weniger Gäste, womit das Land auf Platz 20 abrutschte.

Einigen Regionen erging es besser als anderen. Für die Städte war der Juli sehr schwierig. Stark gelitten haben Zürich (-75,8%), Luzern (-59,8%), Lausanne (-43,6%) und Genf (-73,1%), während die Sommerbilanz in den Bergregionen wie Graubünden (+13,2%), Jura (+41,7%) oder dem Tessin (+12,7%) sehr positiv ausfällt.


Informationen

Letzte Änderung 16.09.2020

Zum Seitenanfang

News und nützliche Informationen für Gründer und Unternehmer
https://www.kmu.admin.ch/content/kmu/de/home/aktuell/news/2020/hotellerie-konnte-im-sommer-aufatmen.html