Zahl der Konkurse nimmt zu

Foto. Ein ängstlicher Mann, der an seinem Schreibtisch sitzt, hält seinen Kopf in seinen Händen.

(01.11.2017) Die Zahl der insolvenzbedingten Konkurse in der Schweiz ist gestiegen. Laut der Agentur für Datenanalysen Bisnode gaben zwischen Januar und September 3'487 Unternehmen ihr Geschäft auf, was einer Zunahme um 3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. 

Allerdings verlief die Entwicklung je nach Region sehr unterschiedlich. Die Zahl der Konkurse war in der Ostschweiz (-4%), in Zürich (-3%) und in der Nordwestschweiz (-2%) rückläufig. Mehr Konkurse gab es hingegen in der Südwestschweiz (3%), der Zentralschweiz (7%), dem Espace Mittelland (9%) und vor allem im Tessin, das einen Anstieg um 15% verbuchte. 

Nach Branchen betrachtet, ist das Insolvenzrisiko im Baugewerbe, im Gastgewerbe und im Handwerk am höchsten. Für die in diesen Branchen tätigen Lieferanten ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde Konkurs anmeldet und die Rechnungen unbezahlt bleiben, bis zu dreieinhalb Mal höher als im Durchschnitt. 

Bisnode untersuchte auch die Zahl der Unternehmensgründungen zwischen Januar und September 2017. Die Analysten stellen in diesem Bereich ein Wachstum von 4% im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2016 fest. Die Zahl der Neueintragungen im Handelsregister beläuft sich damit auf 31'903. An dieser dynamischen Entwicklung waren alle Regionen der Schweiz beteiligt. Nur das Tessin bildet auch hier das Schlusslicht und verzeichnet einen Rückgang der Firmenneugründungen um 7%. 

Von den Branchen erwiesen sich die Holz- und Möbelindustrie, das Gastgewerbe, die Unternehmensdienstleistungen sowie die Chemisch-pharmazeutische Industrie als besonders dynamisch, wie Bisnode weiter ausführt.


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Letzte Änderung 01.11.2017

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