Stimmungstief bei den Grosshändlern

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(08.03.2017) Der Optimismus im Grosshandel hat im vierten Quartal 2016 weiter abgenommen. Laut einer Umfrage der KOF im Auftrag von Handel Schweiz klagt knapp jedes dritte Unternehmen dieser Branche über sinkende Umsätze. 

Dagegen kamen nur 25% der rund 500 im Rahmen der Studie befragten CEOs im Quartalsvergleich in den Genuss eines Anstiegs ihrer Gewinne. Diese negative Auswertung der Geschäftslage bedeutet das Ende der Schönwetterperiode, die einige Quartale lang vorherrschend war. 

Die Befragten gaben an, der Rückgang der Nachfrage habe sich im Berichtszeitraum beschleunigt. Folglich blicken die Firmenleitungen pessimistischer auf die weitere Entwicklung ihrer Geschäfte. 

Auf die Frage nach den Lagerbeständen antworteten die Teilnehmer der Umfrage, dass diese zu hoch seien und sich der Abbau verlangsamt habe. Die Beschäftigung spiegelt dieselbe Entwicklung wider: Nachdem die Reduzierung der Belegschaft in den vorherigen Quartalen gebremst worden war, nahm sie im Zeitraum Oktober-Dezember 2016 wieder Fahrt auf. Und die Befragten rechnen damit, dass dieser Aufwärtstrend anhalten wird. 

Allerdings beurteilen die befragten Firmen ihre Geschäftslage trotz dieser wenig erfreulichen Ergebnisse insgesamt positiv. Ebenso sind weniger als zuvor der Ansicht, dass die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ein Hemmnis darstellen. 

Im Hinblick auf die verschiedenen Wirtschaftszweige betont die KOF eine sinkende Nachfrage sowie einen verstärkten Stellenabbau bei Firmen, die mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern handeln. Im IT-Bereich werden rückläufige Gewinne und eine deutliche Verlängerung der Lieferzeiten gemeldet. Bessere Nachrichten kommen hingegen aus dem Nahrungsmittelsektor, wo sich die Ertragslage entspannt hat.


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Letzte Änderung 08.03.2017

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