Konsumanstieg dank inländischer Touristen

Zwei Touristen mit Fotoapparat in einer Fussgängerzone

(11.10.2017) Der Konsum der Schweizer Haushalte hat seinen Aufwärtstrend Ende des Sommers mit einem leicht überdurchschnittlichen Wachstum fortgesetzt. Der UBS-Konsumindikator erreichte im August 2017 einen Wert von 1,53 Punkten, wie die Grossbank mitteilte. 

Getragen wurde diese günstige Entwicklung von den Schweizer Touristen. Die Zahl der Logiernächte dieser Gäste erhöhte sich innert Jahresfrist um 3%. Noch prägnanter ist der Anstieg, wenn man die Entwicklung seit Beginn des Jahres betrachtet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum beträgt das Plus dann 4%. 

Ein weiterer Faktor trug zur guten Entwicklung des UBS Indikators im August bei: die Immatrikulationen von Neuwagen. Im Vergleich zum August 2016 verzeichneten sie ein Plus von 6%. 

Dagegen wird der Indikator weiterhin von der schwachen Beschäftigungsentwicklung gebremst. Sie erreichte im zweiten Quartal 2017 lediglich 0,2%, während der Durchschnitt seit 2000 bei 1% liegt. Ebenfalls nachteilig wirkt sich die Rückkehr der Inflation aus. Für das Gesamtjahr 2017 rechnen die Experten mit einem Anstieg der Konsumausgaben in Höhe von 1,3%. 

Der Konsum der Haushalte ist mit Abstand der grösste Bestandteil des Schweizer BIP, mit einem Anteil von mehr als 50%, wie UBS deutlich macht. Die Grossbank berechnet ihren Indikator anhand der folgenden sechs Kriterien: Neuimmatrikulation von Fahrzeugen, Geschäftslage im Detailhandel, Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmung, Beschäftigung und Kreditkartenumsätze, die über UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden.


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Letzte Änderung 11.10.2017

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