Immer mehr KMU von Cyberkriminalität betroffen

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(22.11.2017) Die Schweizer KMU werden immer stärker durch Cyberkriminalität bedroht. Rund 40% von ihnen waren kürzlich einem Cyberangriff ausgesetzt, sei es das Hacking von E-Mails oder Schäden durch eine Malware, wie eine Umfrage der Hochschule Luzern vom November 2017 ergab. 

Die Schweizer KMU wissen zu wenig über IT-Sicherheit, stellen die Autoren der Studie fest. Dabei sind der Studie zufolge sind nicht nur die Grossunternehmen aus dem Bank- oder Pharmasektor von diesem Problem betroffen. 

Die Hochschule Luzern hat 230 Schweizer KMU aus ganz unterschiedlichen Branchen befragt, vom Consulting über das Gesundheitswesen bis hin zur Industrie. Knapp zwei Drittel der Firmen, die an der Studie teilnahmen, gestatten ihren Angestellten, ihre privaten Geräte zu nutzen, um berufliche E-Mails zu lesen oder zu verschicken. Knapp ein Drittel von ihnen erlaubt den Zugriff von aussen auf die gesamten IT-Anwendungen des Unternehmens. Die Studie weist auch auf Dienste in der Cloud hin, die von überall zugänglich sind. Rund 60% der befragten KMU greifen darauf zurück. Diese Verhaltensweisen stellen für die IT-Sicherheit eines Unternehmens ein Risiko dar. 

KMU, die von einem Cyberangriff betroffen waren, beschäftigen sich stärker mit dem Thema Cybersicherheit. Doch die grosse Mehrheit der KMU gesteht, keine oder nur sehr geringe Ressourcen für die Informationssicherheit aufzuwenden. Und auch Firmen, die in den zwölf Monaten vor der Umfrage ihre Mitarbeitenden im Hinblick auf diese Gefahren geschult haben, sind eine Seltenheit. 

Was dagegen positiv ist: Technische Massnahmen wie Sicherungskopien, Anti-Virus-Programme und Firewalls werden von fast allen befragten KMU genutzt.


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Letzte Änderung 22.11.2017

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