Nachfolgefrage bleibt ein zentrales Thema

Zwei Personen diskutieren Zahlentabellen an einem Tisch, auf dem Papiere, ein Taschenrechner und ein Schlüsselbund liegen

(06.07.2016) Die Problematik der Firmennachfolge ist in der Schweizer Unternehmenslandschaft weiter sehr präsent. Laut Ergebnissen einer Studie von Credit Suisse werden 20% der KMU-Chefs ihre Firma in den kommenden fünf Jahren übergeben müssen. Der Anteil ist damit ähnlich hoch wie 2013.

Die Erhebung wurde bei mehr als 1'300 kleinen und mittleren Schweizer Unternehmen durchgeführt. Die Autoren haben aus den Ergebnissen eine Hochrechnung für die gesamte Schweizer Wirtschaft erstellt und kamen zu dem Schluss, dass bis 2021 zwischen 70'000 und 80'000 Firmen den Besitzer wechseln werden.

In diesem Zeitraum wird somit insgesamt ein Zehntel der Arbeitnehmenden einen Wechsel der Geschäftsführung erleben. Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer sind sich bewusst, wie wichtig die erfolgreiche Nachfolgeregelung ist, und gaben an, zumindest in groben Zügen über das Thema nachgedacht zu haben.

Credit Suisse rechnet damit, dass der Anteil der KMU, die von einer Nachfolge betroffen sind, in den kommenden 15 Jahren zunehmen wird. Denn während mehr als die Hälfte der jetzigen Geschäftsführungen zwischen 50 und 65 Jahren alt sind, verläuft die demographische Entwicklung in der Nachfolgegeneration langsamer.

Die Leiter der Studie warnen folglich vor einem künftigen Mangel an Nachfolgepersonen und raten Unternehmern, die vor dem Ende ihres Berufslebens stehen, Frauen bei dieser Frage stärker zu berücksichtigen. Auch wenn die Zahl der Chefinnen in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist, befinden sich nämlich nur 10% der Schweizer KMU unter weiblicher Leitung.

Während heute mehr als sieben von zehn KMU Familienunternehmen sind, können der Studie zufolge nur 41% der Chefinnen und Chefs darauf hoffen, die Zügel an ein Familienmitglied zu übergeben. Von den familienexternen Nachfolgeplänen ist der Verkauf an ehemalige Mitarbeitende die beliebteste Option, gefolgt vom Verkauf an eine andere Firma.


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Letzte Änderung 06.07.2016

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