KMU reagieren zu wenig auf Cyberkriminalität

Handschellen auf der Tastatur eine Laptops

(07.12.2016) Die CEOs der Schweizer KMU sind sich der Risiken in Verbindung mit Cyberkriminalität immer mehr bewusst. Jedoch investiert laut einer Umfrage des Versicherers Zurich nur eine kleine Minderheit von ihnen in einen optimalen Schutz vor Hackerangriffen auf die IT-Systeme. 

Im Vergleich zu 2013 hat sich der Anteil der kleinen und mittleren Firmen des Landes, die in der Cyberkriminalität eine erhebliche Bedrohung sehen, mit einem Wert von 12% mehr als vervierfacht. Zugleich sank der Prozentsatz der KMU, die meinen, ihre geringe Grösse und Bedeutung würde sie vor solchen Angriffen schützen, auf 13%. 

Allerdings sorgen derzeit nur 2,5% der KMU-Leitungen für einen angemessenen Schutz. Die Autoren der Studie erklären diese Diskrepanz damit, dass die meisten Unternehmen überfordert sind und sich angesichts der Cyberkriminalität machtlos fühlen. 

Dieses Problem ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen. Zunächst einmal bewirkt die Tatsache, dass in vielen Geschäftsleitungen keine IT-Experten sitzen, dass die Risiken des Hackings unterschätzt werden. Ausserdem scheuen sich KMU häufig vor grossen Investitionen. Und die Einführung von wirksamen Schutzmassnahmen ist nicht billig. 

Die Experten von Zurich warnen die KMU: Sie werden in den kommenden Jahren zunehmend von Hackerangriffen betroffen sein. Selbst kleine Betriebe wie Restaurants oder Coiffeure sind nicht sicher, wenn sie Reservierungen via Internet oder Smartphone anbieten.


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Letzte Änderung 07.12.2016

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