Die MEM-Industrie erwartet ein angespanntes Jahr 2016

Fräse bei der Bearbeitung einer Metallplatte

(27.01.2016) Der teure Franken stellt die KMU der MEM-Industrie (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie) weiterhin auf eine harte Probe. Laut einer von Swissmechanic im vierten Quartal 2015 durchgeführten Umfrage mussten rund 30% der Unternehmen in diesem Zeitraum ihren Personalbestand verkleinern.

Aus der Erhebung geht ferner hervor, dass immer mehr kleine und mittlere Unternehmen auf Kurzarbeit zurückgreifen. Während in den ersten drei Monaten des letzten Jahres nur 5% der Firmen die Arbeitsstunden reduzierten, beträgt dieser Anteil nunmehr 20%.

Die von den Unternehmen getroffenen Massnahmen im Personalbereich reichen noch weiter: 14% der befragten Chefinnen und Chefs geben an, die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten erhöht zu haben. Swissmechanic berichtet, dass die Firmen im Moment ihre Produktion um 10% erhöhen oder ihre Kosten um 10% senken müssen, um sich weiter über Wasser halten zu können.

Viele Unternehmende haben Massnahmen ergriffen, um die negativen Auswirkungen des starken Frankens abzufedern. Insbesondere entschieden sie sich dafür, neue Märkte zu erschliessen, in neue Infrastruktur zu investieren oder die Produktion und die Beschaffung zu optimieren. Dennoch bleibt das Niveau der Auftragseingänge in der MEM-Branche problematisch: Es wird von 61% der Befragten als unzureichend angesehen. Das sind 13% mehr als bei der letzten Erhebung.

Der Verband ist beunruhigt angesichts des immer stärkeren Trends zur Auslagerung, der in der MEM-Industrie zu beobachten ist. Seiner Einschätzung nach wird sich dieses Phänomen 2016 noch verschärfen. Mit der Deindustrialisierung des Landes gehen jedoch nicht nur Arbeitsplätze verloren, sondern auch Know-how.


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Letzte Änderung 27.01.2016

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