Auf dem Schweizer Arbeitsmarkt ziehen Wolken auf

Mann mit aufgespanntem Schirm unter einer Regenwolke

(28.12.2016) Die Schweiz weist zum ersten Mal seit zwei Jahren eine negative (saisonbereinigte) Nettoarbeitsmarktprognose auf. Laut dem Barometer von Manpower liegt diese für das erste Quartal 2017 bei -2%, was im Jahres- und im Quartalsvergleich einen Verlust von 3 Punkten bedeutet. 

Während die vier Quartale 2016 von leicht positiven und insgesamt stabilen Ergebnissen geprägt waren, scheint es, dass die vielen Unsicherheiten, die auf den Unternehmen lasten, nun auch die Stimmung der Personalsuchenden nach unten drücken. Beispiele hierfür sind die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative oder auch die Unternehmenssteuerreform. 

Im Einzelnen fällt die Nettoarbeitsmarktprognose für die ersten drei Monate des kommenden Jahres in zwei der sieben untersuchten Regionen positiv aus. Am optimistischsten sind die Arbeitgebenden in Zürich (+5%), die für das fünfte Quartal in Folge einen Wert oberhalb der Null vermelden. Am anderen Ende der Skala befinden sich der Espace Mittelland und die Zentralschweiz (-4%). 

Bei den Branchen sind es nur vier von zehn, die für diesen Zeitraum eine Zunahme der Neueinstellungen erwarten. Hier legt das Gastgewerbe mit einem Plus von 9% den grössten Optimismus an den Tag. Das Schlusslicht bildet der Sektor Bergbau und Rohstoffgewinnung mit einem Rückgang um 6%. 

Manpower macht darüber hinaus deutlich, dass die Grossunternehmen besonders aktiv nach neuem Personal suchen werden (+8%). Bei den kleinen Firmen geht die Nettoarbeitsmarktprognose dagegen um 2% zurück.


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Letzte Änderung 28.12.2016

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