Schlechte Stimmung in der MEM-Industrie

Bearbeitung eines Metallstückes auf einer Drehbank in Grossaufnahme

(25.11.2015) Die Kombination aus dem starken Franken, der Konjunkturflaute in Europa und den hohen Lohnkosten belastet die KMU in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM). Laut einer Umfrage von Swissmechanic ist nur ein Drittel der Firmenleitungen positiv gestimmt.

Im Detail zeigt die Studie des Dachverbands der Unternehmen im Bereich Maschinenbau, Technik und Elektronik, die sich auf das dritte Quartal 2015 bezieht, dass 37% der Firmen der Branche die Entwicklung ihrer Umsätze als befriedigend beurteilen. Im Hinblick auf die Gewinne sinkt dieser Prozentsatz auf 31%.

Dagegen beklagen 62% respektive 48% der Befragten enttäuschende Erträge und Einnahmen. Die Margen, die bereits seit Jahren unter Druck stehen, sind in den drei untersuchten Monaten weiter geschrumpft, ergänzen die Befragten.

Seit Jahresbeginn wurden schon 3'000 Arbeitsplätze gestrichen. Nach Schätzungen von Swissmechanic könnte sich diese Zahl bis Ende Dezember noch verdoppeln. Knapp 14% der befragten Unternehmenden rechnen mit einem erneuten Personalabbau. Zudem geht aus der Umfrage hervor, dass etwa jeder fünfte Betrieb (18%) Verlagerungen ins Ausland plant.

Nach der Aufhebung der Untergrenze für den Euro/Franken-Wechselkurs wurden viele Massnahmen ergriffen, um gegen die teilweise massiven Preiserhöhungen anzugehen: Diversifizierung der Märkte, Konzentration von Geschäftsfeldern, Optimierung der Produktion usw. In der Erhebung von Swissmechanic wird auch betont, dass im betrachteten Zeitraum etwa 13% der Unternehmen auf Kurzarbeit zurückgriffen, 3% mehr als im Vorquartal.

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Letzte Änderung 25.11.2015

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