Nachfolgefrage bereitet den KMU weiter Sorgen

Grossaufnahme von zwei Händen bei einer Schlüsselübergabe

(23.09.2015) Die Regelung der Firmennachfolge ist für die Geschäftsführungen der KMU immer noch ein beunruhigendes Thema. Gemäss einer Studie der FHS St.Gallen muss jedes achte KMU spätestens in den kommenden fünf bis zehn Jahren eine Nachfolgeperson finden.

Die 325 Unternehmerinnen und Unternehmer, die zwischen Januar und April befragt wurden, nannten die Nachfolge als eines der Themen, die ihnen besonders viel Kopfzerbrechen bereiten. Auf der Basis früherer Erhebungen errechneten die Forscher der FHS St.Gallen, dass rund 70'000 KMU von dieser Thematik betroffen sind.

Die Suche nach der idealen künftigen Geschäftsführung ist eine Herausforderung, die fünf bis acht Jahre dauern kann. Der in einigen Branchen herrschende Fachkräftemangel führt dazu, dass eine gute Nachfolgelösung noch schwerer zu finden ist.

Aus der Studie geht auch hervor, dass gescheiterte Firmenübergaben nicht mehrheitlich einem mangelnden Einsatz der Nachfolgeperson geschuldet sind. Häufiger stehen sie im Zusammenhang mit nicht ausreichend geklärten Zielen. Die Autoren der Studie kommen auch zu dem Schluss, dass sich die jeweiligen Ziele der Babyboomer und der Generation Y im Grunde gut ergänzen.

Ein Problem ist allerdings, dass die künftige Rolle des ehemaligen Geschäftsführers in der Firma mitunter zu Reibungen führt. Während 50% der Übertragenden Lust hätten, in dem Unternehmen weiterhin tätig zu sein, beispielsweise als Coach oder Berater, sind nur 20% der Übernehmenden bereit, diesem Wunsch stattzugeben. Interessant ist auch, dass jeder fünfte Ex-Unternehmer gerne im Verwaltungsrat der Firma sitzen würde.


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Letzte Änderung 27.09.2019

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