Exporteure im Juli in Schwierigkeiten

Güterumschlagplatz mit aufeinander gestapelten Frachtcontainern und Containerkran

(09.09.2015) Die Schweizer Unternehmen hatten im Juli nicht viel zu lachen. Gemäss den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) schrumpften die ausländischen Umsätze nominal um 7,4% (real um 4,9%) auf CHF 17,9 Milliarden.

Von den zehn Hauptgruppen, die von der EZV erfasst werden, konnten nur die Sparten Bijouterie und Julwelierwaren sowie Textilien, Bekleidung und Schuhe von einer steigenden ausländischen Nachfrage profitieren. In diesen beiden Branchen wurden Zunahmen von 6% respektive 0,7% verzeichnet.

Der zweitgrösste Exportzweig des Landes, die Maschinen- und Elektronikindustrie, musste im betrachteten Zeitraum bei den Auslandsumsätzen Einbussen in Höhe von CHF 385 Millionen ( 12,4%) hinnehmen. In der Kunststoffindustrie beläuft sich das Minus auf 10,4%.

In den anderen Gruppen liegen die Verluste im Juli zwar unterhalb der 10%-Marke, aber sie sind dennoch erheblich: -9,5% bei Nahrungs- und Genussmitteln, -9,3% in der Uhrenindustrie, -8,8% in der Metallindustrie, -7,7% in der Papier- und Grafischen Industrie, -5,9% in der Chemisch-Pharmazeutischen Industrie und -3,8% bei den Präzisionsinstrumenten. Die Uhrenindustrie erfuhr ihren drastischsten monatlichen Rückgang seit sechs Jahren.

Die geographischen Regionen, aus denen die Nachfrage kam, weisen eine unterschiedliche Bilanz auf. Während Afrika und Nordamerika mehr Schweizer Produkte einkauften (+25% und +5%), waren Asien (-15%), Lateinamerika (-9%) und Europa (-8%) sehr zurückhaltend. Auf dem Alten Kontinent gab es aber auch sehr dynamische Partnerländer, insbesondere Grossbritannien (+40%) und Frankreich (+9%).


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Letzte Änderung 27.09.2019

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