Einkommensunterschiede in der Schweiz nehmen ab

Zwei unterschiedlich grosse Würfel liegen auf einer Balkenwaage, die sich trotzdem im Gleichgewicht befindet

(19.08.2015) Zwischen 2007 und 2012 hat sich die Kluft zwischen hohen und tiefen Einkommen in der Schweiz verringert. Die höchsten Einkommen stiegen langsamer als die niedrigsten, wie aus einer Studie von BAK Basel und dem Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrum der Universität Basel (WWZ) hervorgeht.

Der Koeffizient der Ungleichheiten – der sogenannte Gini-Koeffizient – lag 2012 bei 0,3 Punkten, gegenüber 0,32 im Jahr 2007. Je mehr sich der Indikator der Null nähert, desto geringer sind die Ungleichheiten.

2012 betrug das mittlere Jahreseinkommen (Median, d. h. gleich viele Einkommen oberhalb und unterhalb dieses Wertes) CHF 49'981, womit es im betrachteten Zeitraum um etwa CHF 6'600 anstieg. Das Durchschnittseinkommen erhöhte sich um rund CHF 6'700 auf CHF 58'802.

Die Armutsquote war rückläufig, und zwar von 9,3% auf 7,7%. Dies hatte allerdings keinen Einfluss auf den Anteil der Sozialhilfeempfänger, der konstant blieb.

Der Blick auf die Einkommensschichten zeigt, dass auf den am schlechtesten bezahlten Fünftel der Bevölkerung 2011 nur 1,5% des Gesamteinkommens entfielen, während es 2007 rund 1,6% waren. Der am besten bezahlte Fünftel stellte 52,2% des Gesamteinkommens, womit sich dieser Anteil um 0,8 Punkte erhöhte. Der Anteil der Mittelschicht am Gesamteinkommen verringerte sich um 0,7 Punkte, wohingegen ihr Anteil an der Bevölkerung nur um 0,3 Punkte auf 57,3% sank.

In der Schicht der Reichsten bestehen Vermögensunterschiede. Die Zahl der Millionäre, deren Wohlstand auf das Einkommen zurückzuführen ist, nahm um 1,1% auf 5'701 ab. Dagegen erhöhte sich die Zahl der Vermögensmillionäre um rund 10% auf 250'000.


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Letzte Änderung 27.09.2019

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