Schweiz verteidigt Titel in puncto Wettbewerbsfähigkeit

Siegerpodest mit den Ziffern 1, 2 und 3

(12.09.2012) Die Schweiz wurde im Ranking des vom World Economic Forum (WEF) erstellten World Competitiveness Report zum vierten Mal in Folge zum wettbewerbsfähigsten Land der Welt gekürt. Der zweite Platz geht an Singapur und der dritte an Finnland.

In der Ausgabe 2012-2013 des WEF-Reports werden die Top Ten weiter von Nord- und Westeuropa dominiert, namentlich durch Schweden (verlor den 3. Platz an Finnland und ist nun 4.), die Niederlande (5.), Deutschland (6.) und das Vereinigte Königreich (8.). Die USA (7.) und Japan (10.) konnten sich ebenfalls in den Top Ten der wettbewerbsfähigsten Länder behaupten. Als Neuzugang schaffte es Hongkong auf den 9. Platz.

In dem Report wird berichtet, dass die Kluft innerhalb Europas beim Thema Wettbewerbsfähigkeit immer grösser wird. So bleiben die Schweiz und die Länder im Norden Europas äusserst wettbewerbsfähig, während für die südeuropäischen Länder, die unter dem wachsenden makroökonomischen Ungleichgewicht leiden, das Gegenteil gilt (Portugal 49., Spanien 36., Italien 42., Griechenland 96.).

In den USA ist die Wettbewerbsfähigkeit seit vier Jahren rückläufig. Das Land büsste im Ranking 2012-2013 gegenüber dem Vorjahr zwei Plätze ein. Zu den Gründen, die das WEF dafür nennt, gehören gesamtwirtschaftliche Probleme, aber auch das geringe Vertrauen, das die Unternehmerinnen und Unternehmer den Politikern entgegenbringen. Dennoch bleiben die USA weltweit der Antrieb für Innovation, wie in dem Report betont wird.

Die grössten Schwellenmärkte haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Mit Platz 29 (-3 Plätze im Jahresvergleich) liegt China nach wie vor weit vor den anderen BRICS-Staaten. Brasilien (48.) konnte sich als einziges Land in dieser Gruppe verbessern. Die übrigen, die im Ranking auftauchen (Südafrika 52., Indien 59., Russland 67.), haben an Wettbewerbsfähigkeit verloren.

Von den asiatischen Volkswirtschaften weisen einige sehr gute Ergebnisse auf. Auf Singapur, Hongkong und Japan folgen Taiwan (13.) und Südkorea (19.). In den übrigen Regionen der Welt fällt vor allem Katar (11.) auf, das die anderen Länder im Nahen Osten und in Nordafrika weit hinter sich lässt. In Subsahara-Afrika gibt es nur zwei Länder, die es in die obere Hälfte des Rankings schafften (Südafrika und Mauritius). In Lateinamerika konnten mehrere Länder ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern (Panama, Brasilien, Mexiko, Peru), doch Spitzenreiter bleibt dort weiterhin Chile (33.).


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Letzte Änderung 03.08.2015

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