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Weltkonjunktur wird laut OECD besser

Ein Arbeiter geht durch eine Fabrik.

(05.04.2023) Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die sich unter anderem durch die sinkenden Energiepreise beruhigt zeigt, rechnet für 2023 mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 2,6%, was 0,6 Punkte weniger sind als 2022. Es ist jedoch weiterhin Vorsicht angebracht.

Die Weltwirtschaft, die von verschiedenen positiven Entwicklungen – insbesondere dem Ende der Covid-Beschränkungen in China, dem Rückgang des Rohölpreises und der Verlangsamung der Inflation – gestützt wird, kann nach der Zeit starker Unsicherheiten, die sie zum Ende des Jahres 2022 durchmachen musste, voraussichtlich wieder etwas aufatmen. Doch die OECD macht deutlich, dass das Wachstum 2023 und 2024 unter seinem üblichen Niveau verharren wird.

Von den Volkswirtschaften der G20 dürfte es nur im Vereinigten Königreich (-0,2%) und in Russland (-2,5%) im 2023 zu einer Rezession kommen. Die Wirtschaft der Eurozone wird wohl um 0,8% wachsen, während die asiatischen Staaten eine deutlich überdurchschnittliche Leistung verzeichnen dürften: China (5,3%), Indien (5%) und Indonesien (4,7%) sollten das Ranking des Wirtschaftswachstums 2023 anführen.

Die Gesamtinflation scheint sich zu verlangsamen, unter anderem wegen der sinkenden Preise für Energie und Lebensmittel. In den Volkswirtschaften der G20 dürfte der Preisanstieg 2023 im Durchschnitt 5,9% betragen. In den USA könnte sich die Teuerung sogar wieder dem sogenannten "Normalbereich" (<2%) annähern und bei 3,7% liegen.

Die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt treibt jedoch weiterhin die Kerninflation (ohne Energie und Lebensmittel) nach oben. In der Eurozone belief sich die Inflation im Dienstleistungsbereich im Februar 2023 auf 4,8%, während sie im Juni 2022 bei 3,3%, im September bei 4,2% und im Dezember bei 4,4% gelegen hatte, womit die Tendenz anhaltend steigt. Die Inflation im Warenbereich verlangsamte sich dagegen deutlich auf 11,1%, nachdem sie im Oktober 2022 einen Rekord von 15,2% erreicht hatte.

In ihren Empfehlungen ruft die OECD dazu auf, an der restriktiven Geldpolitik festzuhalten, um den Preisanstieg zu bremsen, und bei den Budgethilfen gezielter vorzugehen.

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