Sommer 2026: Die Konjunktur zieht an

(19.08.2026) Die Wirtschaftsaussichten der Schweiz verbessern sich weiter. Im Juli stieg das Barometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich um 1,4 Punkte auf 103,5 Punkte im Vergleich zum Juni 2026 (102,1) und um 3,2 Punkte im Vergleich zum Juli 2025 (100,3).
Dieser Anstieg bestätigt einen Trend, der im Juni 2026 eingesetzt hat. Zu dem Zeitpunkt hatte der Index zum ersten Mal seit Jahresbeginn seinen langfristigen Durchschnitt (100) überschritten.
Die meisten Indikatorenbündel spiegeln diese positive Entwicklung wider. Im Juli haben sich die Aussichten sowohl bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen als auch bei den übrigen Dienstleistungen, im Baugewerbe und im Verarbeitenden Gewerbe verbessert. Die Indikatoren für die Auslandsnachfrage und die Konsumnachfrage blieben stabil.
In der Industrie haben sich die Wettbewerbssituation, die Ertragsentwicklung sowie die Beurteilung der Produktionshemmnisse und der allgemeinen Geschäftslage im Juli ebenfalls verbessert. Die Vorproduktehaltung und die Produktionstätigkeit dämpfen diese Dynamik jedoch. Die Ergebnisse unterscheiden sich zudem je nach Unterbranche. Während sich die Aussichten für die Textilindustrie sowie für den Bereich Holz, Glas, Steine und Erden eintrüben, senden die Elektroindustrie sowie der Fahrzeug- und Maschinenbau ermutigende Signale.
Nachdem das KOF Konjunkturbarometer 2021 im Fahrwasser der Gesundheitskrise Rekordwerte erreicht hatte, war es im Februar 2022 wieder unter seinen langfristigen Durchschnitt gefallen. Erst im Dezember 2023 kehrte es wieder auf den Wachstumskurs zurück und schwankt seither um diesen Durchschnitt. Im Jahr 2026 war der Index zu Jahresbeginn zunächst gestiegen, bevor er im März um 8,5 Punkte nachgab. Im Juni kehrte er wieder in den Wachstumsbereich zurück.