Schweizer Uhrenexporte auf Höhenflug

(09.02.2022) Die Schweizer Uhrmacher schliessen das Jahr 2021 mit Rekordzahlen ab. Laut der Jahresbilanz des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) erzielte die Branche mit CHF 22,3 Milliarden ihr bestes Jahresergebnis, das um 2,7% über dem Wert von 2019, also dem Niveau vor der Pandemie, liegt.
Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie und einem drastischen Rückgang im 2020 erreichen die Schweizer Uhrmacher wieder Spitzenwerte. Im September wurde das Vorkrisenniveau überschritten und zum Jahresende hat sich der Aufschwung noch weiter gefestigt. Mit einem Plus von 31,2% gegenüber 2020 übertrifft das Branchenergebnis den Rekordanstieg von 2014 um 0,2 Punkte.
Die gute Performance des chinesischen und amerikanischen Marktes ist einer der Gründe für dieses glänzende Jahr. Die USA steigerten ihre Importe gegenüber 2019 um 27,8%, China sogar um 48,8%. Zusammen entfallen mehr als ein Viertel der Exporte von Schweizer Uhren auf diese beiden Länder. Asien bleibt mit 52% der ans Ausland gelieferten Uhren der grösste Absatzmarkt.
Paradoxerweise ging die Stückzahl der verkauften Uhren im Jahr 2021 weltweit zurück. Insgesamt hat die Branche im letzten Jahr 15,7 Millionen Uhren exportiert, während es 2019 noch 20,6 Millionen waren. Das entspricht einem Minus von 23,8%.
Bei Uhren im Wert von weniger als CHF 500 (Exportpreis) war der Abwärtstrend am deutlichsten. 95% des Rückgangs des Verkaufsvolumens im vergangenen Jahr gehen auf ihr Konto. Dagegen erhöhte sich die Zahl der exportierten Uhren im Preissegment ab CHF 3'000 um 9,7%. Zeitmesser aus Edelmetall legten um 7,8% zu.