Schweiz unter den drei wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt

(05.07.2023) Im internationalen Vergleich rutscht die Schweizer Wirtschaft gegenüber dem letzten Jahr leicht nach unten. Das Land verschlechtert sich vom zweiten auf den dritten Platz des von der IMD Business School in Lausanne veröffentlichten "World Competitiveness Ranking" und liegt damit hinter Dänemark und Irland.
Seit 1989 bewertet das Institut in Lausanne jedes Jahr die Wettbewerbsfähigkeit von mehreren Dutzend Volkswirtschaften in der ganzen Welt. 2023 wurden 64 Länder und Verwaltungseinheiten nach vier Hauptkriterien bewertet: Wirtschaftsleistung, Effizienz der Regierung, Effizienz der Geschäftswelt und Infrastruktur.
Dänemark konnte seinen Titel verteidigen. 2022 hatte das skandinavische Land von den kräftigen ausländischen Investitionen und einer äusserst effizienten Geschäftswelt profitiert und damit der Schweiz ihren Rang abgelaufen. Irland, das im letzten Jahr noch gar nicht in den Top Ten auftauchte, kletterte gleich 9 Stufen nach oben und kam auf Platz 2. Der Inselstaat zeichnete sich unter anderem durch seine Wirtschaftsleistung (Platz 1), sowie die Effizienz seiner Regierung (3.) und seiner Geschäftswelt (3.) aus.
Die Schweiz, die damit auf den dritten Platz verwiesen wurde, legt aber immer noch eine solide Wettbewerbsfähigkeit an den Tag. Bei den Kriterien "Effizienz der Regierung" und "Infrastruktur" bleibt sie sogar weltweit führend. Allerdings wurde ihr Gesamtergebnis durch eine getrübte Wirtschaftsleistung (18.) nach unten gezogen.
In dem Ranking, das von den wohlhabenden Staaten Westeuropas und Ostasiens dominiert wird, ergänzen Singapur und die Niederlande die fünf wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften, gefolgt von Taiwan und der Sonderverwaltungszone Hongkong. Dagegen schnitten Venezuela, Argentinien, die Mongolei, Südafrika und Brasilien von den 64 bewerteten Ländern am schlechtesten ab.