Rekordzahlen bei den Schweizer Exporten

(30.03.2022) Die Schweizer Exportindustrie hat allen Grund zur Freude. Laut Angaben des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) erhöhten sich die Exporte im Februar um 15,4%, was einem Plus von 3,204 Milliarden entspricht. Die Importe schrumpften hingegen um 2,9%.
Real legten die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat um mehr als 8% zu. Die Handelsbilanz weist insgesamt einen Überschuss von CHF 5,7 Milliarden auf, was alle Ergebnisse der letzten Jahrzehnte übertrifft.
Der Exportanstieg ist auf die guten Leistungen der chemisch-pharmazeutischen Branche zurückzuführen. Im Vergleich zum Januar 2022 steigerten sich die Umsätze mit Medikamenten um CHF 1,5 Milliarden (+43,5%). Immunologische Produkte und pharmazeutische Wirkstoffe nahmen um CHF 133 Millionen respektive CHF 97 Millionen zu. Dagegen kam es in den Sparten Bijouterie und Juwelierwaren (-15%; -140 Millionen Franken) sowie Maschinen und Elektronik (-1,1%; -30 Millionen Franken) zu einem deutlichen Rückgang.
Bei den Einfuhren ist die Lage komplizierter. Nach dem Aufschwung zwischen Dezember 2021 und Januar 2022 verringerten sich die Importe um CHF 547 Millionen, sodass real ein Rückgang um 0,9% verzeichnet wurde. Dafür sind hauptsächlich drei Warengruppen verantwortlich. Die Energieträger verbuchten einen drastischen Rückgang um CHF 364 Millionen (-18,4%), nachdem sie im Vormonat aufgrund des Preisanstiegs um mehr als 33% zugelegt hatten. Die Importe von chemisch-pharmazeutischen Produkten (-5,2%; -CHF 273 Millionen) sowie von Fahrzeugen (-12,2%; -CHF 186 Millionen) trugen ebenfalls zum allgemeinen Abwärtstrend bei.