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Mehr Konkurse in den ersten drei Quartalen

Schaufenster eines geschlossenen Geschäfts.

(16.11.2022) Die ersten neun Monate des Jahres waren für die Schweizer Unternehmen turbulent. Laut der Wirtschaftsberatung Dun&Bradstreet stieg die Zahl der Insolvenzen in den ersten drei Quartalen 2022 um 23%. Zugleich ging die Zahl der Neugründungen um 2% zurück.

Zwischen dem 1. Januar und dem 30. September 2022 mussten 3'552 Unternehmen in der Schweiz den Betrieb einstellen. Im Vorjahreszeitraum waren es 2'897. Keine Region bleibt verschont: Am stärksten betroffen sind weiterhin der Kanton Zürich (+42%) und die Zentralschweiz (+32%), dicht gefolgt vom Espace Mittelland (+26%) und der Nordwestschweiz (+20%). Weniger stark ausgeprägt ist die Entwicklung in der Genferseeregion (+16%) – wobei ein grosser Unterschied zwischen den Kantonen Genf (+27%) und Waadt (+1%) besteht – und im Tessin (+10%).

Die meisten Insolvenzen wurden im Kanton Schwyz mit einem Anstieg um 137% verzeichnet. Dagegen verlief das Jahr für die Unternehmer von Appenzell-Ausserrhoden (-41%), Obwalden (-38%) und Jura (-11%) gnädiger als das Vorjahr.

Zur allgemeinen Zunahme der Konkurse gesellt sich ein Rückgang der Neugründungen: Der Bericht erfasst für 2022 bisher 37'077 Eintragungen in das Handelsregister, während es im Vergleichszeitraum 2021 noch 37'687 waren, was einer Abnahme um 2% entspricht. Nur die Region Zürich (+3%) und das Tessin (+1%) konnten sich gegen den landesweit herrschenden Trend stemmen. In den übrigen Regionen liegt die Veränderung gegenüber dem Vorjahr zwischen -1% (Genferseeregion) und -4% (Espace Mittelland, Nordwestschweiz und Zentralschweiz).

Gemäss Dun&Bradstreet, dem Herausgeber der Studie, ist der Rückgang der Firmengründungen in Deutschland (-11%) und Österreich (-5%) noch markanter. Auf der anderen Seite nahm die Zahl der Insolvenzen in Deutschland weniger stark zu (+4%), in Österreich dagegen deutlich stärker (+51%).

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