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Krankmeldungen kommen KMU teuer zu stehen

Nahaufnahme eines leeren Grossraumbüros mit einem Schreibtisch und einem Stuhl, auf dem niemand sitzt.

(09.09.2026) Personalausfälle entwickeln sich zu einem erheblichen wirtschaftlichen Problem für Schweizer Unternehmen. Mehr als zwei von fünf KMU (42%) geben an, dass die durch krankheitsbedingte Ausfälle verursachten Kosten in den letzten fünf Jahren gestiegen sind, wie aus der KMU-Arbeitsmarktstudie der AXA 2026 hervorgeht.

Die psychische Gesundheit der Belegschaft stellt eine der grössten Herausforderungen dar. Mehr als ein Drittel (35%) der KMU geben für 2026 an, mittelmässig oder stark von Fehlzeiten aufgrund der psychischen Verfassung ihrer Mitarbeitenden betroffen zu sein, gegenüber 25% im Jahr 2023. Die Führungskultur spielt eine entscheidende Rolle bei der gemeldeten Krankenstandsquote. Unternehmen, die auf Eigenverantwortung und die Selbstständigkeit ihrer Mitarbeitenden setzen, verzeichnen weniger psychisch bedingte Fehlzeiten (27%) als KMU, die ihre Unternehmensführung nicht nach diesen Leitprinzipien ausrichten (43%). Bei den grösseren Unternehmen mit 50 bis 250 Beschäftigten geben sogar 62% an, dass die mit derartigen Fehlzeiten verbundenen Kosten in den letzten fünf Jahren gestiegen sind.

Fast jedes zweite Unternehmen (46%) sieht persönliche Belastungen als Hauptursache für die psychische Belastung am Arbeitsplatz, während 36% die hohe Arbeitsbelastung nennen. Konflikte im Team oder mit den Vorgesetzten sowie mangelnde Wertschätzung werden ebenfalls genannt. Auch hier beeinflusst der Führungsstil die Ergebnisse: 41% der KMU, die auf Freiheit und Eigenverantwortung setzen, nennen die Arbeitsbelastung als Hauptfaktor für psychische Belastung, gegenüber 32% der KMU, die keinen solchen Führungsstil verfolgen.

Zwei Drittel (66%) der Unternehmen sind der Ansicht, dass die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden in der Verantwortung der Führungsetage liegt. Präventionsmassnahmen sind jedoch rückläufig. Seit 2023 ist der Anteil der KMU mit einer «offenen Feedbackkultur» von 35% auf 28% gesunken. Ein Viertel der Unternehmen gibt an, keine spezifischen Massnahmen zur Minimierung psychisch bedingter Fehlzeiten zu ergreifen.

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