FinTech: Rückkehr zum Wachstum 2022 geschafft

(05.04.2023) Die Unternehmen im Bereich Finanztechnologien (FinTech) haben das Geschäftsjahr 2022 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Laut einer Studie der Hochschule Luzern (HSLU) zählte die Branche im letzten Jahr 437 Unternehmen und damit 14% mehr als 2021.
Weltweit war die Konjunktur für die FinTech-Unternehmen eher durchwachsen. Das in den Sektor investierte Risikokapital war 2022 rückläufig. Die Schweiz scheint jedoch vergleichsweise gut dazustehen: Hier wurden 84 Finanzierungsrunden mit einem Gesamtbetrag von CHF 605 Millionen gezählt, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 36% bedeutet.
Studienautor Thomas Ankenbrand relativiert diese Ergebnisse jedoch: "Obwohl sich die Schweiz dem globalen Abwärtstrend weitgehend entziehen konnte, wurde auch hierzulande der Zugang zu finanziellen Mitteln für FinTech Unternehmen schwieriger."
Zürich und Genf schafften es auf das Siegertreppchen der Städte mit den besten Rahmenbedingungen für die Entwicklung der FinTech. Die beiden Schweizer Finanzzentren bleiben jedoch hinter Singapur zurück, das auf diesem Gebiet den Spitzenplatz einnimmt.
Nicht weniger als 32 FinTech-Unternehmen (7,3%) haben ihre Strategie in Richtung Nachhaltigkeit weiterentwickelt. Während einige auf Lösungen zur Vereinfachung der Datenanalyse setzen, engagieren sich sogenannte "grüne" FinTech-Firmen gezielt für die Bekämpfung des Klimawandels.
Darüber hinaus wird der Trend zur Digitalisierung im gesamten Bankensektor bestätigt. Die Studie zeigt, dass die Schweizer Banken ihre Informatikressourcen ausgebaut haben, um die Transformation des Bankgeschäfts zu begleiten. Dies betrifft vor allem die Digitalisierung der Geschäftsprozesse, aber auch die Aufdeckung von Betrugsfällen.