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Exporte nehmen wieder zu

Eine Person, die Handschuhe trägt, präpariert medizinische Ampullen.

(21.06.2023) Im Aussenhandel zieht die Konjunktur wieder an. Der Allianz Trade Export Forecast verzeichnet im Mai 2023 einen Wert von -0,79 Punkten und damit 0,47 Punkte mehr als drei Monate zuvor. Der Indikator der Schweizer Exportwirtschaft nähert sich damit seinem langfristigen Mittelwert an.

Die Schweizer Exporte wurden vor allem von der chemisch-pharmazeutischen Industrie (CHF +1,5 Milliarden / +4,5%), der Uhrenindustrie (CHF +334 Millionen /+5,3%) und der Automobilindustrie (CHF +301 Millionen / +25%) beflügelt und legten im ersten Quartal 2023 insgesamt um 3,9% zu.

Im selben Zeitraum erhöhten sich die Importe um 1,1%. Die Handelsbilanz weist nun einen Überschuss von CHF 8,3 Milliarden auf.

Ausserdem stieg die Nachfrage nach Schweizer Produkten auf den drei grössten Märkten, nämlich Europa (+6,5%), Nordamerika (+5,4%) und Asien (+2,9%), deutlich an.

Trotz dieser positiven Indikatoren hat die Schweizer Wirtschaft aber auch weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen. Trotz einer leichten Verlangsamung der Inflation auf 2,6% im April bleibt der Preisanstieg über dem Normalwert. Diese Situation lässt vorhersagen, dass die Schweizerische Nationalbank ihre restriktive Geldpolitik in den kommenden Monaten beibehalten wird.

Zudem hat Allianz Trade die Wachstumsprognosen für das Bruttoinlandprodukt für 2023 nach unten korrigiert, von 1,3% im Dezember auf 0,6% im April. Diese Tendenz steht im Kontrast zu den Wachstumsprognosen für das weltweite BIP, das verschiedene internationale Wirtschaftsorganisationen im Schnitt um 0,1 auf 2,4% nach oben gesetzt haben.

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