Erwerbslosigkeit unter Hochschulabsolventen steigt

(16.09.2026) Die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Absolventinnen und Absolventen Schweizer Hochschulen verschärft sich. Zwischen 2023 und 2025 stieg die Erwerbslosenquote (gemäss ILO) bei Master-Absolventen von 3,9% auf 6,4% und bei Bachelor-Absolventen von 3,4% auf 4,9%, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt.
Dieser Rückgang betrifft Studiengänge, die bisher weitgehend verschont geblieben waren. Die Erwerbslosenquote hat sich bei den Absolventinnen und Absolventen mit einem Masterabschluss universitärer Hochschulen (UH) in den Technischen Wissenschaften (von 2,1% auf 4,8%) und in den Wirtschaftswissenschaften (von 3,5% auf 8,5%) mehr als verdoppelt. Auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften stieg sie von 5,1% auf 8,5%, ebenso wie bei den Absolventen eines Bachelor-Studiums an Fachhochschulen (FH) in den Bereichen Technik und IT (von 3,0% auf 6,4%). Nur Absolventinnen und Absolventen der Pädagogischen Hochschulen entziehen sich diesem Trend mit einer stabilen Erwerbslosenquote von 0,7%.
Die künstlerischen und kreativen Bereiche sind nach wie vor am stärksten betroffen. Mit dem Abschluss eines Bachelor-Studiengangs an Fachhochschulen im Bereich Musik, Theater und andere Künste liegt die Erwerbslosenquote bei 10,8%, gefolgt von den Fachbereichen Design (10,0%) und Angewandte Linguistik (9,4%). Im Gegensatz dazu liegt sie in den Bereichen Gesundheit und Soziale Arbeit weiterhin unter 2%, ebenso wie bei den Absolventinnen und Absolventen eines UH-Masters in Medizin oder Pharmazie mit 1,6%.
Zwischen 2022 und 2024 stieg der Anteil derjenigen, die Schwierigkeiten bei der Suche nach einer ihren Vorstellungen entsprechenden Stelle angaben, bei den Absolventinnen und Absolventen eines UH-Masters von 30,0% auf 44,1% und bei denen eines FH-Bachelor-Studiengangs von 24,2% auf 36,9%. Der Mangel an Berufserfahrung bleibt das am häufigsten genannte Hindernis. Die wirtschaftliche Lage spielt eine grössere Rolle als zuvor: 42,5% der UH-Masterabsolventen nennen sie als Hindernis, gegenüber 23,8% im Jahr 2023. Die Fachbereiche Technische Wissenschaften und Wirtschaftswissenschaften sind am stärksten von diesen zunehmenden Schwierigkeiten betroffen.