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Beschäftigung: Grosse Unterschiede zwischen den Berufsgruppen

Ärzte, Pflegekräfte, weisse Kittel, zwei Männer, Händeschütteln.

(12.08.2026) Der Schweizer Arbeitsmarkt bleibt im 2. Quartal 2026 weiterhin träge. Die Zahl der offenen Stellen ging gegenüber dem Vorquartal um 2,4% und im Jahresvergleich um 0,2% zurück, wie aus dem von Adecco und der Universität Zürich erstellten Swiss Job Market Index hervorgeht.

Bestimmte Berufsgruppen sind von diesem Rückgang besonders stark betroffen. Die «Hochschulberufe Naturwissenschaften» (Ingenieure, Fachleute Biowissenschaften usw.) verzeichneten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Einbruch um 18% und damit die stärkste Abnahme von allen. Bei der Gruppe «Fachkräfte KV, Verwaltung und Handel» verringerte sich die Zahl der Stellen um 13% und bei den «Hochschulberufen Wirtschaft» um 10%.

Den Autoren der Studie zufolge leiden diese Berufsgruppen unter der schwachen Exportkonjunktur und der wirtschaftlichen Unsicherheit. Die zunehmenden Möglichkeiten für den Einsatz von künstlicher Intelligenz dürften die Nachfrage nach informationsintensiven Berufen ebenfalls dämpfen.

Der Personalbedarf bleibt jedoch in mehreren Branchen weiterhin hoch. Die «Hochschulberufe Gesundheit» (Ärzte, Pflegefachpersonen, Apotheker usw.) verzeichnen mit +17% den stärksten Anstieg. Auch die «Fachkräfte Handwerk und Industrie» verbuchen ein deutliches Plus (+12%), ebenso wie die «Fachkräfte Büro» (+9%) und die «Hochschulberufe Informatik» (+6%). Diese Dynamik lässt sich durch die alternde Bevölkerung, den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen und die hohe Nachfrage im Baugewerbe erklären.

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