Abschwung in der Maschinenindustrie

(07.12.2022) Die Sorgen in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) nehmen zu. Laut dem Branchenverband Swissmem gingen die Aufträge im dritten Quartal um 12,4% zurück. Die Auftragseingänge aus dem Ausland schrumpften im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 sogar um 21,1%.
Das Geschäftsjahr 2022 dürfte jedoch dank der guten Ergebnisse zum Beginn des Jahres positiv bleiben.
Über die ersten drei Quartale 2022 hinweg legten die Umsätze der MEM-Branche gegenüber dem Vorjahr um 9,6% zu und die Exporte um 7%. In allen Warengruppen des Sektors konnten höhere Exporte verzeichnet werden: +11% in der Metallindustrie, +7,5% im Bereich Elektrotechnik und Elektronik, +6,1% im Maschinenbau und +5,3% bei den Präzisionsinstrumenten.
Während im ersten Halbjahr ein Wachstum von 12,1% erzielt wurde, ging es im dritten Quartal 2022 schon deutlich langsamer voran (+4,6%), wodurch die Leistung des Sektors über alle drei Quartale hinweg leicht gedämpft wurde (+9,6%). Die Branche verzeichnet damit auch ihr schwächstes Wachstum seit dem ersten Halbjahr 2021, als sie aufgrund der pandemiebedingten Beschränkungen noch negative Zahlen schrieb.
Der Optimismus, der die Akteure der MEM-Branche am Anfang des Jahres antrieb, hat also einer gewissen Beunruhigung Platz gemacht, wobei die Energiekrise, die steigenden Zinsen und der starke Franken die Situation noch zu verschlimmern drohen.