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Viel Arbeit, wenig Schlaf. Gerade am Anfang muss man für die Selbstständigkeit einen hohen Preis bezahlen. Doch am Ende werden die Mühen belohnt.
Der Weg in die Selbstständigkeit ist kein Spaziergang. Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer arbeiten in der Regel weit mehr als Angestellte, kennen den ausgedehnten Familienurlaub nur vom Hörensagen und opfern dem Job obendrein auch noch einen Grossteil ihrer Freizeit.
Ausserdem verdienen Unternehmerinnen und Unternehmer oftmals schlecht und tragen dabei erst noch die volle Verantwortung. All diesen Schattenseiten zum Trotz sind sie dennoch glücklichere Menschen als Angestellte, dies zumindest belegen empirische Studien.
Den Sprung in die schwarzen Zahlen schaffen zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer aber nie. Die Chancen, das erste Jahr zu überleben stehen bei 80%. Danach geht der Überlebenskampf aber los, wie dies statistische Erhebungen des Bundes und der europäischen Nachbarländer zeigen. Fast die Hälfte aller neu gegründeten Betriebe existiert nach 4 Jahren nicht mehr. Etwas bessere Überlebenschancen haben dabei Start-ups im Industrie- und Gewerbesektor, etwas schlechtere jene aus dem Dienstleistungssektor.
Wer mit dem Gedanken spielt, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, sollte sich keinen Illusionen hingeben: Überlange Tage und kurze Nächte gehören in den Erfahrungsfundus jedes Jungunternehmenden.
Selbstständige scheitern zudem mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit in den ersten 3 Jahren. Und verglichen mit Vollzeitangestellten geraten sie erst noch öfter in finanzielle Schwierigkeiten, wie eine Studie des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zeigt. Mehr als die Hälfte aller Familien, die unter der Armutsgrenze liegen, haben einen selbstständigen Haushaltvorsteher.
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