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Standortsuche

Die geschickte Wahl des Standorts ist für den Geschäftserfolg und die künftige Entwicklung des Unternehmens von zentraler Bedeutung. Der Grundsatz lautet: Marktleistung und Standort müssen zusammenpassen.

Wer ein Unternehmen gründet und dafür nur ein kleines Büro, einen PC und ein Telefon braucht, kann sich glücklich schätzen. Die Standortwahl stellt da keine grossen Probleme dar.

Anders präsentiert sich die Situation für einen geplanten Kleiderladen oder einen Industriebetrieb. Sie sind auf geographisch optimale Standorte angewiesen, um das Geschäft oder die Produktion überhaupt erfolgreich betreiben zu können. Geschäftsidee und Standort müssen demnach harmonieren.

Die geschickte Standortwahl ist gerade für Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer eine schwierige Aufgabe, da private Einschränkungen und Präferenzen einen völlig unabhängigen Entscheid meist gar nicht zulassen. Geografische Flexibilität scheint zudem nicht unbedingt eine Schweizer Tugend zu sein.

Drei zentrale Standortfaktoren

Welcher Standort für eine Unternehmensgründung geeignet ist, hängt in erster Linie von der Branche und dem Marktumfeld ab. Zu berücksichtigen gilt es dabei insbesondere 3 Faktoren:

  1. Besteht am Standort überhaupt ein Bedarf nach dem Produkt? Aufschluss darüber liefert eine detaillierte Situationsanalyse.

  2. Ist die Verkehrslage für die Kundschaft geeignet? Je nach Branche sind die Mobilitätsansprüche der Kundschaft für den Erfolg des Unternehmens entscheidend. Insbesondere in der Gastronomie, im Einzelhandel und in andern Dienstleistungsbetrieben kommt dem Standort eine herausragende Bedeutung zu.

    In der Agglomeration oder auf dem Lande muss der Standort mit dem Auto problemlos erreichbar und mit ausreichend Parkplätzen ausgestattet sein. Für die Innenstadt gelten andere Massstäbe: Hier sind die Zugänglichkeit zu Fuss oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wichtig, um von einer möglichst hohen Passantendichte zu profitieren.

    Interessant sind Lagen in der Nähe von Einkaufszentren, Banken und Konkurrenzunternehmungen. Dort tummelt sich potentielle Kundschaft ohnehin bei ihrem täglichen Einkauf. Toplagen sind aber meist mit hohen Mietkosten verbunden. Standorte fernab der Kundschaft sind billiger, bedingen aber meist erhöhte Werbekosten. Es gilt daher genau abzuwägen, ob sich der teure Standort tatsächlich rechnet oder ob eine zweitklassige Lage gleich um die Ecke finanziell interessanter ist.

  3. Ist der Standort für die vorgesehene Nutzung überhaupt geeignet? Für die gewerbliche Nutzung eines Standortes ist in der Regel eine Bewilligung der Behörden notwendig. Ausserdem dürfen sich die meisten Gewerbebetriebe nur in bestimmten Zonen ansiedeln und müssen dabei die verschiedensten Vorschriften einhalten. Detaillierte Informationen zu den Nutzungsbestimmungen erhält man bei den Bauämtern.

Je nach Branche können aber auch andere Faktoren den Standortentscheid beeinflussen. Die Steuerbelastung zum Beispiel ist - zumindest für ortsunabhängige Betriebe - ein bedeutendes Kriterium.

Die Checkliste zu Standortwahl hilft beim systematischen Auswahlprozedere. 

Wirtschaftsförderer

Eine wichtige Rolle spielen auch die lokalen Wirtschaftsförderer. Verschiedene Gemeinden und Kantone versuchen Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer mit attraktiven Angeboten von ihrer Standortqualität zu überzeugen.

Wer sich etwa im Wirtschaftsraum Zürich ansiedeln will, profitiert von einem Willkommens-Geschenk: Die Wirtschaftsförderung offeriert ein voll ausgestattetes Büro, dazu ein möbliertes Appartement und ein Mobility Package zum Sonderpreis. Interessant sind auch die so genannten Technoparks. Sie bieten Neugründenden die Möglichkeit von der kostengünstigen Infrastruktur und dem Know-how branchenverwandter Firmen zu profitieren.

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