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Newsletter 10/2012


1. Neue Rubrik: Kreativität in KMU

Eine neue Rubrik auf dem KMU-Portal gibt praktische Tipps zum Thema Kreativität. Methoden zur Kreativitätssteigerung sind keineswegs Grossunternehmen mit stattlichem Budget vorbehalten. Im Gegenteil: Gerade KMU können dank ihrer offeneren, flexibleren Struktur und ihrer besseren Reaktionsfähigkeit besonders davon profitieren. Wie macht man die Kreativität zu einem seiner stärksten Trümpfe? In dieser Rubrik werden praxiserprobte Techniken vorgestellt, die Unternehmende und ihre Angestellten inspirieren sollen.

2. Besserer Schutz bei mangelhafter Ware

Wer mangelhafte Ware kauft, kann sich künftig innert zwei Jahren beim Verkäufer beschweren. Die um ein Jahr verlängerte Gewährleistungsfrist gilt sowohl für Konsumentinnen und Konsumenten als auch für Unternehmer. Der Bundesrat hat am 20. September die auf zwei parlamentarische Initiativen zurückgehende Revision des Obligationenrechts (OR) auf den 1. Januar 2013 in Kraft gesetzt.

3. Warnung vor Adressbuchschwindel

Dem Staatsekretariat für Wirtschaft SECO sind in den letzten Wochen zahlreiche Beschwerden wegen Adressbuchschwindeleien gemeldet worden. Das SECO warnt deshalb vor diversen Faxmitteilungen, welche sich als Adressbuchschwindel herausgestellt haben.

4. Familienunternehmen können der Krise gut standhalten

Familienunternehmen erweisen sich angesichts der abflauenden Wirtschaft und der Krise im Euroraum als robust. Gemäss einer von der Credit Suisse und Ernst & Young in 33 Ländern durchgeführten Studie vermeldeten 60% von ihnen für das vergangene Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg von mindestens 5%. Die Widerstandsfähigkeit der Familienunternehmen beruht in erster Linie auf ihrem Managementstil, der langfristige Investitionen, Zusammenhalt und ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit begünstigt, so die Credit Suisse. 40% der Familienunternehmen sind bereit, zehn Jahre auf einen Return on Investment zu warten und 72% der Unternehmen, die mindestens in zweiter Generation geführt werden, verfügen laut eigenen Angaben über eine Strategie für die Bereiche Umwelt, Soziales und Governance.

5. KMU sind wieder optimistischer

Die exportorientierten KMU legen hinsichtlich der Entwicklung ihrer Geschäftslage etwas mehr Optimismus an den Tag als in den vergangenen Monaten. Dem von der Osec und der Credit Suisse erstellten KMU-Exportindikator ist zu entnehmen, dass 34% von ihnen für das vierte Quartal 2012 mit einem Anstieg ihrer Exporte rechnen, 46% gehen von einer Stagnation aus und 20% befürchten einen Rückgang. Fünf von acht Branchen - Elektrotechnik, Chemie und Pharmazie, Konsumgüter, Dienstleistungen und Papier - erwarten, dass sie ihre Exporte steigern können. Die Unternehmen in diesen Branchen begründen ihren Optimismus hauptsächlich mit verstärktem Marketing (51%) und Produktinnovationen (46%).

6. Die Uhrenindustrie plant zahlreiche Rekrutierungen

Die Uhrenindustrie beabsichtigt, in den nächsten Jahren zahlreiche neue Mitarbeitende zu rekrutieren und auszubilden. Gemäss einer vom Arbeitgeberverband der Schweizer Uhrenindustrie (CP) durchgeführten Umfrage unter den Unternehmen der Branche dürften die Beschäftigtenzahlen bis 2016 um 15% steigen. Insgesamt sollen im technischen Sektor 3200 neue Stellen geschaffen werden. Die grössten Aufstockungen sind bei den Berufen Mikromechaniker/in (+26%), Zifferblattmacher/in (+23%) und Uhrmacher/in (je nach Berufsvariante +22% bis +25%) vorgesehen. Die CP weist im Übrigen Aussagen über einen Fachkräftemangel in der Branche zurück. Sie ist der Ansicht, dass durchaus eine Übereinstimmung zwischen der Nachfrage und dem Angebot an Fachkräften besteht.

7. Erneuerbare Energien bieten Chancen für die regionale Wirtschaft

Eine vom Bund in Auftrag gegebene Studie zeigt die regionalökonomischen Potenziale von Energieregionen auf. Sie kommt zum Schluss, dass die regionale Wirtschaft mit der richtigen Strategie und geeigneten Massnahmen von der Förderung erneuerbarer Energien profitieren kann.

8. Angriffe auf KMU im Fokus - 15. Halbjahresbericht MELANI

Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI hat heute ihren Bericht für das erste Halbjahr 2012 veröffentlicht. Schwerpunktthemen sind unter anderem der vermehrte Datendiebstahl gegen KMU, die erschwerte Kundenkommunikation durch Phishing-Angriffe, der Cyberkonflikt während des Arabischen Frühlings sowie die geplante nationale und internationale Zusammenarbeit im Bereich Informationssicherheit.

9. Nationaler Dialogtag Alkohol in der Arbeitswelt am 9. November 2012

Bei vielen Unternehmen ist heute eine erfreuliche Entwicklung hin zur Enttabuisierung des Themas Alkohol am Arbeitsplatz zu beobachten. Eine Umfrage von «Sucht Schweiz» im Jahr 2009 hat ergeben, dass rund 2/3 der befragten Betriebe interne Vorschriften im Zusammenhang mit Alkoholkonsum und Arbeit entwickelt haben. Eine wichtige Aussage, die bei dieser Umfrage aber gemacht wurde ist, dass betriebliche Präventionsprogramme zwar die Arbeitssicherheit erhöhen und das Arbeitsklima verbessern können, dass aber nach wie vor ein erheblicher Mangel an Wissen im Umgang mit gefährdeten Personen besteht. Und: Der problematische Alkoholkonsum verursacht bei den Arbeitgebern jährlich Kosten von einer Milliarde Franken.

Aus diesem Grund wird am 9. November 2012 eine breite Trägerschaft den «Nationalen Dialogtag Alkohol in der Arbeitswelt» durchführen. Dieser Anlass hat zum Ziel, ArbeitgeberInnen und Führungspersonen zu motivieren und zu ermutigen, einen ersten Schritt zur Auseinandersetzung mit der Thematik des Alkoholkonsums im Arbeitsumfeld zu machen. Dazu wird ihnen mittels einer Gratis- Hotline, welche von kompetenten BeraterInnen betreut wird, auf einfache und unverbindliche Art Gelegenheit geboten, Fragen zu diesem Thema zu stellen. Die Nummer der Gratis-Hotline lautet: 0800 002040. Die Hotline wird am 9. November 2012 von 8.00 bis 17.00 Uhr bedient werden.
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