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Newsletter 11/2011


1. Grosses Interesse der KMU am Sonderprogramm zur Innovationsförderung

Die Massnahmen des Bundes gegen den starken Schweizer Franken stossen im Bereich der Innovationsförderung auf sehr grosses Interesse. Seit dem Start des Sonderprogramms am 13. Oktober 2011 treffen bei der Kommission für Technologie und Innovation KTI laufend Anträge ein. Trotz der hohen Anzahl an Gesuchen wird die KTI ihren hohen Qualitätsstandard konsequent durchsetzen. Die KTI informierte an einer Pressekonferenz über die Umsetzung und den Stand des Sonderprogramms, welches von Bundesrat und Parlament mit 100 Millionen Franken ausgestattet wurde.

2. Frankenstärke: Weitergabe von Einkaufsvorteilen teilweise ungenügend

Der Bundesrat hat am 9. November 2011 von den Ergebnissen der Untersuchung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD) zur Weitergabe von Einkaufsvorteilen im Euroraum (sog. Transparenzstudie) Kenntnis genommen. Die Studie zeigt, dass sich eine Aufwertung des Frankens nach 3 bis 4 Quartalen zu 40% in einer Vergünstigung der Importpreise niederschlägt. Die Einkaufsvorteile werden allerdings je nach Güterkategorie unterschiedlich und zum Teil ungenügend weitergegeben.

3. Rückläufiger Aussenhandel im 3. Quartal 2011

Der Schweizer Aussenhandel hat sich im 3. Quartal 2011 weiter abgeschwächt. Sowohl die Exporte (-1% auf 47 Milliarden Franken) als auch die Importe (-2,4% auf 41,7 Milliarden Franken) gingen gegenüber dem Vorjahr zurück, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) meldete.

Obwohl der Aussenhandel in den ersten neun Monaten 2011 insgesamt zulegte, verlor er gemäss der EZV von Quartal zu Quartal an Kraft. In diesem Zeitraum nahmen die Exporte um 2,4% zu, trotz der gleichzeitig stark rückläufigen Güterpreise (-7,4%). Die Importe zogen leicht an (+1%), während die Preise für Importgüter um 2,1% sanken. Von Januar bis September 2011 belief sich der Überschuss in der Handelsbilanz auf 16,7 Milliarden Franken und weitete sich somit auf Jahresbasis um 14,7% aus.

4. OECD hilft den Unternehmen, nachhaltig zu produzieren

Um die Unternehmen dazu zu ermutigen, ihre Umweltleistung zu verbessern, hat die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine Online-Plattform geschaffen: das «Sustainable Manufacturing Toolkit». Auf dieser Plattform finden die KMU Indikatoren, Fachtipps und diverse andere Empfehlungen, wie sie ihren ökologischen Fussabdruck messen und ihre Produktion nachhaltig gestalten können.

Der OECD zufolge fordern immer mehr Kundinnen und Kunden umweltfreundlich hergestellte Produkte. Für Unternehmen, die nachhaltig arbeiten, ergeben sich somit klare Vorteile. Energieeffizienz kann auch Einsparungen mit sich bringen und dafür sorgen, dass die betreffenden Unternehmen bei jungen Arbeitnehmenden besser angesehen sind.

5. EFTA-Staaten unterzeichnen Freihandelsabkommen mit Montenegro und beschliessen Verhandlungsaufnahme mit zentralamerikanischen Staaten

Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann hat anlässlich des EFTA-Ministertreffens in Genf zusammen mit seinen Amtskollegen der EFTA (Island, Liechtenstein und Norwegen) mit Montenegro ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Ausserdem haben die EFTA-Staaten und die drei zentralamerikanischen Staaten Costa Rica, Honduras und Panama die Aufnahme von Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen angekündigt. Weitere zentralamerikanische Staaten könnten sich der Ankündigung später anschliessen.

6. Familienzulagen für Selbständigerwerbende in der ganzen Schweiz

Ab dem 1. Januar 2013 haben auch Selbständigerwerbende gesamtschweizerisch Anrecht auf die national festgelegten Mindestbeiträge der Familienzulagen. Gleichzeitig müssen sie aber auch zu deren Finanzierung beitragen. Der Bundesrat hat die entsprechende Verordnung angepasst. Das Parlament hatte die Ausdehnung der Familienzulagen auf Selbständigerwerbende in der Frühjahrssession beschlossen.

7. Swiss Start-up Monitor

Unterstützt durch die Kommission für Technologie und Innovation KTI, die AVINA STIFTUNG und die Gebert Rüf Stiftung wurde von drei Instituten der ETH Zürich, der Hochschule St.Gallen und der Universität Basel die Initiative Swiss Start-up Monitor ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es die zentrale und unabhängige Datenbank für die sichere Erfassung und gemeinsame Nutzung von Start-up Performance Daten zu werden, um die erfolgreiche Entwicklung von Start-ups nach Regionen, Sektoren und Universitäten effizient verfolgen zu können.

Das Swiss Start-up Monitor Projekt besteht aus dem Start-up Directory und der geschützten Performance Datenbank. Im Rahmen des CEO Days in Bern wurde der erste Teil des Projektes, das Swiss Start-up Directory, vorgestellt. Das Swiss Start-up Directory erlaubt es einen Überblick über die Schweizer Start-up Landschaft zu bekommen und gezielt nach vielfältigen Kriterien zu filtern. Bereits heute sind mehrere hundert Start-ups erfasst. Die Initiative will im Laufe der nächsten zwei Monate über 90% der Schweizer Start-ups abdecken. Die geschützte Performance Datenbank soll ab Januar 2012 in eine erste Beta-Phase gehen und Mitte des Jahres 2012 online verfügbar sein.

8. Tagung Fachkräfte für die Schweiz

Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel erfordert von Fach- und Führungskräften eine ständige Aktualisierung und Weiterentwicklung von beruflichen Qualifikationen, die im Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Die Bildungsgänge mit dem Label Modell F führen zu anerkannten Abschlüssen. Bereits vorhandene Kompetenzen können angemessen angerechnet werden, was zu Verkürzung und Senkung von Kosten führt.

Der Bericht des EVD: «Fachkräfte für die Schweiz» 2011 belegt, dass der Mangel an Fachkräften und Führungsfrauen für Unternehmen in der Schweiz ein zentrales Problem ist, auch in schwierigen Zeiten. Die Bildungsanbieter der Höheren Berufsbildung leisten den wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung von genügend Fachkräften und Führungsfrauen. Mit Modell F kann er sich weiter erhöhen. An dieser Tagung werden erste Erfahrungen und Resultate der neuen Verfahren zur Validierung von Bildungsleistungen in der Höheren Berufsbildung und mit der zeitlichen Flexibilisierung von Bildungsgängen nach Label Modell F vorgestellt.

Die Fachtagung richtet sich an VertreterInnen von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden, UnternehmerInnen, Trägerschaften von Höheren Berufs- und Fachprüfungen, Schulleitende von Bildungsinstitutionen auf Stufe Tertiär B, BildungspolitikerInnen und weitere Interessierte. Die gemeinsame Tagung von SQS, Verein Modell F und Verein Valida findet am 8. Dezember 2011 in Bern statt.

9. ITER Business Forum 2011 - IBF/11, Manosque, 7. und 8. Dezember 2011

ITER ist der grösste experimentelle Fusionsreaktor der Welt und gleichzeitig das grösste internationale Kooperationsprojekt der wissenschaftlichen und technologischen Forschung. Bei dem Projekt soll gezeigt werden, dass durch die Kernfusion von Wasserstoffatomen mehr als zehnmal so viel Energie gewonnen werden kann, wie für die Verschmelzung benötigt wird. Erweist es sich als erfolgreich, eröffnet sich für die Menschheit eine ökologische und wirtschaftliche Energiequelle, die schier unerschöpflich ist.
ITER (Lateinisch für «Weg») wird zurzeit im südfranzösischen Cadarache auf einem Gelände von 50 Hektaren errichtet und wird letztlich 30 Gebäude umfassen. Die erste Kernfusion ist für 2020 geplant. Die Investitionssumme beträgt 15 Milliarden Euro.
Das am 7. und 8. Dezember 2011 in Manosque organisierte ITER Business Forum 2011 ist
- eine Branchenkonferenz mit einer Plenarsitzung und thematischen Workshops
- ein Geschäftstreffen (One-on-One), das die Unternehmen selbst online zusammenstellen können
- ein Networking-Dinner (7. Dezember 2011)
- ein Besuch der Baustelle des ITER in Cadarache

Das ITER Business Forum 2011 will:
- die europäische Energieindustrie aktuell über den Fortschritt des Projekts ITER sowie die für 2012-2013 vorgesehenen Kauf- und Ausschreibungsverfahren informieren.
- das gegenseitige Kennenlernen zwischen den Trägern des Projekts ITER und der Branche fördern, indem die Branchenvertreter mehr über die Anforderungen und Grenzen von ITER und die Projektträger gleichzeitig mehr über die Kapazitäten und Referenzwerte der Industrie erfahren.
- die Bildung von Firmen-Partnerschaften inner- und sogar ausserhalb von Europa fördern.

Das ITER Business Forum 2011 wird mit Unterstützung des Netzwerks der ILOs (Industrial Liaison Officers) und der lokalen Partner des Comité Industriel ITER organisiert.
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